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Pflanzenprofil

Gewöhnliche Traubenkirsche

Prunus padus

Rosaceae

Die Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) wird in der Volksmedizin traditionell wegen ihrer adstringierenden Rinde bei Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden genutzt. In der Literatur werden für Extrakte aus Rinde und Blüten entzündungshemmende und fiebersenkende Effekte beschrieben. Aufgrund des Gehalts an blausäureabspaltenden Glykosiden sollte die Anwendung unter fachlicher Anleitung erfolgen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden, Fieber, Entzündungen

VerdauungsbeschwerdenDurchfallFieberEntzündung

Inhaltsstoffe

Cyanogene Glykoside (PrunasinAmygdalin)Gerbstoffe (Tannine)FlavonoideCumarineätherisches Öl (in Blüten)

Zubereitungsformen

AbkochungTinkturSirup

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine häufige Verwechslung besteht mit der Spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina), einem nordamerikanischen Neophyten, der in Europa weit verbreitet ist und sehr ähnliche Blütentrauben sowie Rinde aufweist. Gelegentlich wird Prunus padus auch mit der Vogelkirsche (Prunus avium) verwechselt, die jedoch einzeln stehende Blüten statt hängender Trauben trägt.

Geschichte & Tradition

Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist in der europäischen und westsibirischen Volksmedizin seit Jahrhunderten bekannt. Ihre adstringierende Rinde wurde besonders in Nord- und Osteuropa traditionell bei Durchfallerkrankungen als Abkochung verwendet. In der Volksheilkunde Osteuropas galt die Pflanze zudem als Mittel gegen Fieber und rheumatische Beschwerden. Die reifen Früchte wurden in skandinavischen und russischen Regionen zur Herstellung von Säften und Likören genutzt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: März, April, August, September

Pflanzenbild

Gewöhnliche Traubenkirsche

© Rasbak · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Samen und Blätter enthalten cyanogene Glykoside (Prunasin) – giftig; Rinde nur in kleinen Mengen verwenden; nicht in der Schwangerschaft

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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