Luavera

Pflanzenprofil

Adlerfarn

Pteridium aquilinum

Dennstaedtiaceae

Der Adlerfarn wurde historisch in der Volksmedizin als Wurmmittel und äußerlich bei Hauterkrankungen eingesetzt. Heute gilt die Pflanze aufgrund des krebserregenden Wirkstoffs Ptaquilosid sowie des Enzyms Thiaminase als toxisch und ist für medizinische Zwecke nicht mehr empfohlen. Eine innere Anwendung ist aus Sicherheitsgründen strikt abzulehnen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Historisch: Anthelminthikum (Wurmmittel), äußerlich bei Hauterkrankungen; heute keine empfohlene medizinische Anwendung

ParasitenHauterkrankungen

Inhaltsstoffe

PtaquilosidThiaminaseGerbstoffeFlavonoidePhytoecdysteroide

Zubereitungsformen

AbkochungPulverSalbeUmschlag

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit dem Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) möglich, der ähnlich als Anthelminthikum verwendet wurde und ebenfalls großwedelartig wächst. Junge Adlerfarn-Wedel können zudem mit essbaren Farnarten wie dem Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Der Adlerfarn wurde seit dem Mittelalter in der europäischen Volksmedizin als Anthelminthikum gegen Eingeweidewürmer eingesetzt, wobei vor allem das getrocknete Rhizom Verwendung fand. In verschiedenen Kulturen Europas und Asiens dienten junge Wedel zudem als Nahrungsmittel. Äußerlich nutzte man Extrakte bei Hauterkrankungen und zur Wundbehandlung. Mit der Erkenntnis der karzinogenen und thiaminaseaktiven Eigenschaften verlor die Pflanze in der modernen Medizin vollständig ihre Bedeutung.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Erntezeit: April, Mai

Pflanzenbild

Adlerfarn

© Rasbak · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Giftig! Enthält krebserregendes Ptaquilosid und Thiaminase. Nicht einnehmen. Giftig für Mensch und Weidetiere.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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