Luavera

Pflanzenprofil

Wildbirne

Pyrus pyraster

Rosaceae

Die Wildbirne ist ein in Europa heimischer Wildbaum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihre Früchte und Rinde enthalten Gerbstoffe (Tannine), die adstringierend wirken und in der Volksmedizin traditionell bei Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wurden. Abkochungen der Rinde sowie getrocknete Früchte galten als bewährtes Mittel zur Linderung von Schleimhautentzündungen im Verdauungstrakt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden, Schleimhautentzündungen, Adstringens

VerdauungsbeschwerdenDurchfallMagenbeschwerdenEntzündung

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (Tannine)PektineFruchtsäurenSorbitFlavonoide

Zubereitungsformen

AbkochungTeePulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die Wildbirne wird am häufigsten mit der Kulturbirne (Pyrus communis) verwechselt, von der sie sich durch deutlich kleinere, harte und stark adstringierende Früchte sowie dornige Zweige unterscheidet. Eine Verwechslung mit dem Wildapfel (Malus sylvestris) ist ebenfalls möglich; dieser lässt sich durch die charakteristischen eingerollten Kelchblätter an der reifen Frucht zuverlässig abgrenzen.

Geschichte & Tradition

Die Wildbirne zählt zu den ältesten Nutzpflanzen Europas; ihre Früchte und Rinde wurden bereits in der Antike medizinisch verwendet. In der europäischen Volksmedizin dienten getrocknete Früchte und Rindenabkochungen vorrangig zur Behandlung von Durchfall und entzündlichen Darmerkrankungen. Mittelalterliche Kräuterbücher heben die adstringierende Wirkung der Rinde hervor. Die kleinen, harten Früchte wurden häufig gedörrt gelagert, um sie als Hausmittel ganzjährig verfügbar zu haben.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: September, Oktober

Pflanzenbild

Wildbirne

© Hectonichus · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Unreife Früchte meiden. Übermäßiger Konsum kann Verstopfung fördern. Bei anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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