Luavera

Pflanzenprofil

Roteiche

Quercus rubra

Fagaceae

Die Roteiche gehört zur Familie der Fagaceae und enthält wie andere Eichenarten Gerbstoffe (Tannine) in Rinde und Blättern, denen in der Literatur adstringierende und anti-entzündliche Effekte zugeschrieben werden. Traditionell wird die Rinde bei Durchfallerkrankungen, Entzündungen der Mundschleimhaut sowie zur äußerlichen Wundversorgung eingesetzt. Im Vergleich zu einheimischen Eichenarten (Quercus robur, Quercus petraea) ist die medizinische Anwendung der Roteiche weniger verbreitet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Wundpflege, Hautekzeme, Schweißfüße

VerdauungsbeschwerdenEntzündungHautproblemeMundgesundheitWundpflege

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (kondensierte und hydrolysierbare Tannine)EllagitannineFlavonoidePhenolcarbonsäurenQuercitrin

Zubereitungsformen

AbkochungTinkturUmschlagSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind möglich mit den einheimischen Eichenarten Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea), die sich durch glatte, nicht bespitzte Blattlappen deutlich von der Roteiche unterscheiden. Innerhalb der Rotbuchen-Gruppe (Sektion Lobatae) kann sie mit der Scharlacheiche (Quercus coccinea) verwechselt werden, die ähnlich gezackte Blätter aufweist.

Geschichte & Tradition

Die Roteiche stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika, wo verschiedene indigene Völker die Rinde traditionell bei Durchfallerkrankungen, Fieber und Hautleiden einsetzten. Im frühen 18. Jahrhundert wurde sie nach Europa eingeführt, vorwiegend als Forst- und Parkbaum. Eine systematische Aufnahme in die europäische Heilkunde erfolgte kaum; die Rinde wird gelegentlich analog zu den einheimischen Eichenarten verwendet, jedoch fehlen ihr gegenüber eigenständige pharmakobotanische Monographien.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: April, Mai, September, Oktober

Pflanzenbild

Roteiche

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Sicherheitshinweise

Hohe Gerbstoffmengen können Nieren und Leber belasten. Innerliche Anwendung bei Magen-Darm-Entzündungen meiden. Nicht bei Kindern unter 12 Jahren.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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