Luavera

Pflanzenprofil

Korkeiche

Quercus suber

Fagaceae

Die Korkeiche liefert gerbstoffreiche Rinde und Kork, die in der Volksmedizin traditionell bei Durchfall, Entzündungen der Schleimhäute und als adstringierendes Mittel eingesetzt werden. Äußerlich findet die Rinde Anwendung bei Wunden, Hautreizungen und entzündlichen Hauterkrankungen. Der hohe Gerbstoffgehalt (Tannine) hemmt Entzündungsprozesse und wirkt keimhemmend.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Darmkatarrh, Entzündungen der Mundschleimhaut, Wundbehandlung, Hautreizungen, adstringierende Wirkung

VerdauungsbeschwerdenDurchfallEntzündungWunden & VerletzungenHautprobleme

Inhaltsstoffe

Tannine (Ellagitanninekondensierte Gerbstoffe)SuberinPhlobapheneEllagsäureFlavonoideTriterpene (BetulinLupeol)Phenolsäuren

Zubereitungsformen

AbkochungTeeTinkturUmschlagSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Vor der Ausbildung der charakteristischen Korkrisse können junge Korkeichen mit anderen mediterranen Eichenarten wie der Zerreiche (Quercus cerris) oder der Flaumeiche (Quercus pubescens) verwechselt werden. Ausgewachsene Bäume sind durch ihre dicke, tiefgefurchte Korkrinde eindeutig identifizierbar; medizinisch verwendete Rinde anderer Eichenarten (v. a. Quercus robur, Quercus petraea) besitzt ein ähnliches Wirkprofil, ist jedoch botanisch klar zu unterscheiden.

Geschichte & Tradition

Die Korkeiche ist seit mehr als 2000 Jahren im Mittelmeerraum kultiviert und ihre Rinde war bereits in der Antike als Heilmittel bekannt. Griechen und Römer nutzten sie sowohl technisch als auch medizinisch, vorrangig zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden und Wunden. In der traditionellen Volksmedizin Portugals, Spaniens und Nordafrikas ist die adstringierende Rinde bis heute ein anerkanntes Hausmittel gegen Durchfall und Schleimhautentzündungen. Frühe europäische Kräuterbücher verzeichnen die Rinde unter den gerbstoffreichen Eichenrinden ohne strenge Artunterscheidung.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Korkeiche

© Kent Wang from London, United Kingdom · CC BY-SA 2.0

Sicherheitshinweise

Bei längerem innerem Gebrauch ärztliche Rücksprache; hohe Tanninmengen können Magenbeschwerden verursachen. Nicht bei Obstipation.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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