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Pflanzenprofil

Hahnenfuß

Ranunculus spp.

Der Hahnenfuß umfasst eine artenreiche Gattung der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) mit über 600 Arten. Historisch wurde er äußerlich als Gegenreizmittel bei Rheuma und Gicht eingesetzt, da der enthaltene Wirkstoff Protoanemonin hautreizende Eigenschaften besitzt. Aufgrund seiner ausgeprägten Toxizität wird er in der modernen Phytotherapie kaum noch verwendet und gilt als Giftpflanze.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Äußerlich (historisch): Gegenreizmittel bei Rheuma, Gicht, Nervenschmerzen; Homöopathie

RheumaGelenkschmerzenNervenschmerzenGicht

Inhaltsstoffe

Protoanemonin (aus Ranunculin)FlavonoideGerbstoffe

Zubereitungsformen

SalbeUmschlagTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit dem Scharbockskraut (Ficaria verna, syn. Ranunculus ficaria) möglich, das ebenfalls zur Familie der Ranunculaceae gehört und ähnliche gelbe Blüten aufweist. Junge Blattrosetten mancher Ranunculus-Arten können zudem mit essbaren Wildkräutern wie dem Gänseblümchen verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Der Hahnenfuß wurde seit der Antike als Vesikans und Gegenreizmittel eingesetzt, um bei Rheuma, Gicht und Neuralgien eine lokale Hautreizung zu erzeugen. Im Mittelalter nutzten Kräuterkundige die blasenziehende Wirkung zur Ableitung von Krankheitsstoffen. Aufgrund der erheblichen Toxizität des Protoanemonins verlor die Pflanze in der modernen Phytotherapie an Bedeutung und wird heute kaum noch therapeutisch verwendet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Mai, Juni, Juli

Sicherheitshinweise

Stark giftig! Enthält Protoanemonin – verursacht Hautblasen und Schleimhautreizungen. Innere Anwendung strikt meiden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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