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Pflanzenprofil

Essigbaum

Rhus typhina

Anacardiaceae

Der Essigbaum (Rhus typhina) aus der Familie der Anacardiaceae wird traditionell wegen seiner adstringierenden Gerbstoffe eingesetzt. Die getrockneten Früchte finden Verwendung bei Durchfall, Mundschleimhautentzündungen und als harntreibendes Mittel. In der Volksmedizin werden auch Rinde und Blätter gegen Entzündungen genutzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Durchfall, Mundschleimhautentzündung, Halsschmerzen, Diuretikum, adstringierend

VerdauungsbeschwerdenEntzündungMund-rachenHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

GallotannineGallussäureorganische Säuren (ÄpfelsäureCitronensäure)FlavonoideAnthocyane

Zubereitungsformen

TeeAbkochungTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Junge Pflanzen des Essigbaums können mit dem Götterbaum (Ailanthus altissima) verwechselt werden, der jedoch wechselständige, größere Fiederblätter ohne die charakteristische samtartige Behaarung aufweist. Eine botanisch relevante Verwechslungsgefahr besteht zudem mit anderen Rhus- bzw. Toxicodendron-Arten, insbesondere dem Giftsumach (Toxicodendron vernix), der jedoch in Mitteleuropa nicht heimisch ist.

Geschichte & Tradition

Der Essigbaum stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika, wo verschiedene indigene Völker – darunter Irokesen und Ojibwe – die säuerlichen Früchte als Nahrungsmittel und Heilmittel nutzten. Aus den roten Fruchtständen bereiteten sie ein erfrischendes, lemmonadenartiges Getränk. In Europa wurde die Pflanze ab dem 17. Jahrhundert zunächst als Ziergehölz eingeführt und gelangte erst später in die volksmedizinische Anwendung. In der traditionellen Heilkunde Nordamerikas fanden Rinde, Blätter und Früchte vor allem bei Entzündungen der Schleimhäute sowie Magen-Darm-Beschwerden Verwendung.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: September, Oktober, November

Pflanzenbild

Essigbaum

© Katya from Moscow, Russia · CC BY-SA 2.0

Sicherheitshinweise

Milchsaft kann Hautreizungen und Kontaktdermatitis auslösen. Nicht bei Nierenerkrankungen. Verwandte Arten (Giftsumach) beachten.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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