Luavera

Pflanzenprofil

Schwarze Johannisbeere

Ribes nigrumL.

Entzündungen, Harnwegsinfekte, Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Entzündungen, Harnwegsinfekte, Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma

SchmerzenEntzündungHarnwegserkrankungenRheumaGicht

Inhaltsstoffe

Anthocyane (DelphinidinCyanidin)Vitamin CFlavonoide (QuercetinMyricetin)GerbstoffePolyphenoleGamma-Linolensäure (Samen)ätherisches Öl

Zubereitungsformen

TeeSirupTinkturStandardisierter ExtraktKapsel

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Blätter (Folium)

Nur Erwachsene und ältere Personen. (1) Teeaufguss: 2–4 g in 200 mL kochendem Wasser, 10–15 Min. ziehen lassen, 3x täglich (Tagesdosis 6–12 g). (2) Trockenextrakt (DEV 7:1, Wasser) Hartkapsel: Einzeldosis 170 mg, 1–3x täglich (Tagesdosis 170–510 mg). (3) Pulver Hartkapsel: Einzeldosis 340 mg, 3–5x täglich (Tagesdosis 1020–1700 mg). Anwendungsdauer: 4 Wochen bei leichten Gelenkbeschwerden; 2 Wochen bei leichten Harnwegsbeschwerden.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit der Roten Johannisbeere (Ribes rubrum) oder der Weißen Johannisbeere (Ribes uva-crispa) ist möglich, diese tragen jedoch keine schwarzen Früchte und haben einen anderen aromatischen Blattduft. Bei unreifen Früchten könnte es zu einer Verwechslung mit dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) kommen, dessen unreife Beeren jedoch toxisch sind.

Geschichte & Tradition

Die Schwarze Johannisbeere wird seit dem Mittelalter in der europäischen Volksmedizin genutzt. Blätter und Früchte fanden traditionell Anwendung bei Blasen- und Nierenleiden sowie entzündlichen Gelenkerkrankungen. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Pflanze besonders in Frankreich und England als 'Cassis' medizinisch geschätzt. Die Knospen galten in der Signaturenlehre als besonders wirkkräftig und wurden gegen Gicht und Rheuma eingesetzt.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Schwarze Johannisbeere

© Jerzy Opioła · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Ribis nigri folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt. Vorsicht bei Einnahme von Blutverdünnern oder harntreibenden Mitteln.

Gegenanzeigen: Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund fehlender Daten nicht empfohlen. Weitere explizite Gegenanzeigen sind im vorliegenden Dokumentenauszug (Seiten 1–18 von 30) nicht aufgeführt; Abschnitt 5.5.2 liegt außerhalb des bereitgestellten Auszugs.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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