Luavera

Pflanzenprofil

Rosenblüten

Rosa centifoliaL.;Rosa gallica L.;Rosa damascena

Mund- und Rachenentzündungen, Hauterkrankungen, kleine Wunden, äußerliche Anwendung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Mund- und Rachenentzündungen, Hauterkrankungen, kleine Wunden, äußerliche Anwendung

Mund-rachenHautproblemeWunden & Verletzungen

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (GallotannineEllagtannine)Flavonoide (QuercetinKaempferol)ätherisches Öl (GeraniolCitronellolLinalool)Anthocyaneorganische SäurenPektine

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturSalbeUmschlag

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Blütenblätter (Petalen) von Rosa gallica L., Rosa centifolia L. und Rosa damascena Mill.

Jugendliche, Erwachsene und ältere Personen: 1–2 g getrocknete oder zerkleinerte Droge in 200 ml kochendem Wasser als Infusion, bis zu 3-mal täglich (Tagesdosis 3–6 g). Indikation 1 (Mundspülung): Infusion als Mundspülung, bis zu 3-mal täglich. Indikation 2 (Hautanwendung): Infusion als feuchter Umschlag auftragen. Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen. Bei anhaltenden Symptomen über 1 Woche ärztliche Konsultation.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Rosenblüten der Kulturarten können mit Blüten anderer Rosa-Arten, insbesondere der Hunds-Rose (Rosa canina), verwechselt werden, die jedoch ebenfalls adstringierende Eigenschaften besitzt und traditionell medizinisch verwendet wird. Verwechslungen mit pharmakologisch problematischen Pflanzen sind aufgrund des charakteristischen Erscheinungsbildes und Dufts unwahrscheinlich.

Geschichte & Tradition

Rosa gallica, die Apothekerrose, gehört zu den ältesten Heilpflanzen der abendländischen Medizin und wurde bereits in der griechischen und römischen Antike bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut eingesetzt. Im Mittelalter wurden Rosenblüten in Klostergärten angebaut und fanden Eingang in zahlreiche medizinische Werke, darunter das Lorscher Arzneibuch. Rosa damascena gelangte vermutlich mit den Kreuzzügen nach Europa; in der arabischen Medizin war sie seit Jahrhunderten für Rosenwasser und Rosenöl bekannt. Rosa centifolia wurde im 17. Jahrhundert von niederländischen Züchtern entwickelt und ist seitdem sowohl in der Parfümherstellung als auch in der Volksmedizin verbreitet.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Mai, Juni, Juli

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Rosenblüten

© Pierre-Joseph Redouté · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Rosae flos, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Rosengewächs-Allergie meiden. Äußerliche Anwendung gilt als gut verträglich. Keine bekannten Kontraindikationen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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