Luavera

Pflanzenprofil

Himbeere

Rubus idaeusL.

Mund- und Rachenentzündungen, Durchfall, Magen-Darm-Krämpfe, Entzündungen, leichte Schmerzzustände


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Mund- und Rachenentzündungen, Durchfall, Magen-Darm-Krämpfe, Entzündungen, leichte Schmerzzustände

Mund-rachenVerdauungsbeschwerdenDurchfallEntzündungSchmerzen

Inhaltsstoffe

EllagitannineFlavonoide (QuercetinKämpferol)organische Säuren (CitronensäureÄpfelsäure)Vitamin CPolyphenoleAnthocyane (vorwiegend in Früchten)

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturUmschlagSirup

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Blätter (Folium)

Erwachsene: (1) Menstruationsbeschwerden – 113–226 mg Trockenextrakt (DER 4:1, Extraktionsmittel Wasser) oral, bis zu 3–4x täglich, max. 1 Woche; (2) Entzündung im Mund-/Rachenraum – 1,5–8 g zerkleinertes Kraut in 150 ml kochendem Wasser, 3x täglich als Gurgellösung; (3) Durchfall – 1,5–8 g zerkleinertes Kraut in 150 ml Wasser als Abkochung, 3x täglich oral, max. 3 Tage. Nicht empfohlen für Kinder unter 12 Jahren und ältere Personen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im vegetativen Zustand kann die Himbeere mit anderen Rubus-Arten, insbesondere der Brombeere (Rubus fruticosus agg.), verwechselt werden; ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist die weißlich-filzige Unterseite der Himbeerblätter. Verwechslungen mit der Kratzbeere (Rubus caesius) sind ebenfalls möglich.

Geschichte & Tradition

Die Himbeere ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt; bereits griechische und römische Autoren wie Dioskurides erwähnten ihre medizinische Verwendung. Im europäischen Volksbrauchtum wurden vor allem die Blätter als adstringierendes Mittel bei Durchfall und Mundschleimhautentzündungen eingesetzt. In der Frauenheilkunde galten Himbeerblätter-Zubereitungen seit dem Mittelalter als tonisierende Mittel, insbesondere in der Spätschwangerschaft zur Vorbereitung der Geburt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Himbeere

© Kollányi Gábor · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Rubi idaei folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Himbeerblätter in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache – wehenfördernde Wirkung möglich. Bei anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen.

Gegenanzeigen: Nicht empfohlen für Kinder unter 12 Jahren sowie ältere Personen (gemäß britischem Zulassungsprodukt). Anwendung zur Geburtsförderung nicht monographiert, da Sicherheitsdaten für Schwangerschaft und Stillzeit unzureichend sind.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitVorsicht
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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