Luavera

Pflanzenprofil

Stechender Mäusedorn

Ruscus aculeatusL.

Chronische Veneninsuffizienz, Hämorrhoiden, Beinödeme, Schweregefühl in den Beinen, Durchblutungsstörungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Chronische Veneninsuffizienz, Hämorrhoiden, Beinödeme, Schweregefühl in den Beinen, Durchblutungsstörungen

DurchblutungVenenHämorrhoidenOedemeBeine

Inhaltsstoffe

Steroidale Saponine (RuscogeninNeoruscogenin)Flavonoide

Zubereitungsformen

Standardisierter ExtraktKapselTablette

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (getrocknete, ganze oder fragmentierte unterirdische Pflanzenteile von Ruscus aculeatus L.)

Erwachsene (oral, feste Darreichungsformen): a) Pulverisierte Droge: 350 mg, 3x täglich als Hartkapsel (Anwendungsdauer max. 2 Wochen); b) Trockenextrakt DER 2,5–6,5:1 (Wasser): 150–200 mg, 2–3x täglich (Tagesdosis 450 mg); c) Trockenextrakt DER 5,0–8,5:1 (Ethanol 80 %): 86 mg, 1–2x täglich als Filmtablette; d) Trockenextrakt DER 6–9:1 (Ethanol 96 %): 45 mg, 2x täglich als Weichkapsel. Bei anhaltenden Beschwerden über 2 Wochen: Arzt oder Apotheker aufsuchen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind möglich mit der Stechpalme (Ilex aquifolium), deren gezähnte Blätter den dornig zugespitzten Phyllokladien des Mäusedorns ähneln. Der verwandte Lorbeer-Mäusedorn (Danae racemosa) besitzt hingegen weichere, nicht stachelig zugespitzte Phyllokladien.

Geschichte & Tradition

Ruscus aculeatus war bereits in der Antike bekannt; Dioskurides beschrieb die harntreibende Wirkung des Rhizoms. Im Mittelalter fand die Pflanze Verwendung bei Wassersucht und zur Förderung des Harnflusses. Die moderne phytotherapeutische Anwendung konzentriert sich seit dem 20. Jahrhundert auf die gefäßtonisierende Wirkung, die durch die steroidalen Saponine vermittelt wird.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Januar, Februar, März, April

Erntezeit: September, Oktober, November

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Stechender Mäusedorn

Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Rusci rhizoma, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Bluthochdruck ohne ärztliche Aufsicht. Vorsicht in Schwangerschaft und Stillzeit. Selten Magenreizungen möglich.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitVorsicht
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckVorsicht
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht