Pflanzenprofil
Weidenrinde
Schmerzen, Entzündungen, Fieber, Kopfschmerzen, Erkältung, Rheuma, Rückenschmerzen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Schmerzen, Entzündungen, Fieber, Kopfschmerzen, Erkältung, Rheuma, Rückenschmerzen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Da mehrere Weidenarten (u. a. Salix purpurea, S. daphnoides, S. fragilis) als Stammpflanzen anerkannt sind, bestehen innerhalb der Gattung Salix keine pharmakologisch relevanten Verwechslungsrisiken. Eine Abgrenzung zu anderen Laubbäumen mit ähnlicher Borkenstruktur wie Pappel (Populus spp.) ist im Zweifelsfall anhand der schmalen, lanzettlichen Blätter und der charakteristischen Zweigflexibilität möglich.
Geschichte & Tradition
Die Verwendung von Weidenrinde reicht bis in die Antike zurück; Hippokrates und Dioskurides schrieben ihr fiebersenkende und schmerzlindernde Eigenschaften zu. In der europäischen Volksmedizin wurde sie jahrhundertelang traditionell bei Fieber und Gelenkbeschwerden verwendet. Im Jahr 1828 isolierte der Apotheker Johann Buchner das Wirkprinzip Salicin aus der Rinde, was schließlich zur chemischen Synthese der Acetylsalicylsäure (Aspirin) im späten 19. Jahrhundert führte. Damit wird Weidenrinde als historischer Ursprung der modernen Schmerztherapie betrachtet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Februar, März, April
Erntezeit: März, April, Mai
Evidenzlage
BegrenztSicherheitshinweise
Nicht bei Salicylat-Allergie oder ASS-Unverträglichkeit. Nicht bei Kindern unter 12 Jahren. Vorsicht in der Schwangerschaft.
| Schwangerschaft | Vorsicht |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.