Luavera

Pflanzenprofil

Nachtschatten

Solanum spp.

Die Gattung Solanum umfasst mehrere hundert Arten innerhalb der Familie Solanaceae, von denen einige Arten in der europäischen Volksmedizin genutzt wurden. Solanum dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten) fand äußerliche Anwendung bei chronischen Hauterkrankungen und Ekzemen. Aufgrund des Gehalts an Steroidalkaloiden wie Solanin sind viele Arten toxisch und eine eigenständige Anwendung ohne fachkundige Aufsicht ist kontraindiziert.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Äußerlich bei Ekzemen, Hauterkrankungen, Schuppenflechte; traditionell bei Rheumatismus (nur unter fachkundiger Aufsicht)

HautproblemeEkzemSchuppenflechteRheumaEntzündung

Inhaltsstoffe

Steroidalkaloide (SolaninSolamarginSolasonin)SaponineGerbstoffeSterole

Zubereitungsformen

AbkochungSalbeTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Solanum dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten) kann mit Solanum nigrum (Schwarzer Nachtschatten) verwechselt werden, der stärker toxische Alkaloide enthält. Im Bereich der roten Beeren besteht zudem eine Verwechslungsgefahr mit Atropa belladonna (Tollkirsche), deren Früchte ähnlich gefärbt sind.

Geschichte & Tradition

Die Gattung Solanum ist seit der Antike bekannt; Dioskurides beschrieb den Schwarzen Nachtschatten als Heilmittel. Im europäischen Mittelalter fand Solanum dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten) Eingang in die Volksmedizin, vor allem zur äußerlichen Behandlung von chronischen Hautleiden, Räude und Ekzemen. Die getrockneten Stängel galten in der Offizin des 18. und 19. Jahrhunderts als offizinell und waren im Deutschen Arzneibuch verzeichnet. Im Zuge gestiegener Kenntnisse über die Toxizität der Steroidalkaloide wurde die eigenständige Anwendung zunehmend eingeschränkt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: August, September, Oktober

Sicherheitshinweise

Viele Arten stark giftig (Solanin). Beeren nicht verzehren. Nicht innerlich ohne ärztliche Begleitung anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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