Pflanzenprofil
Gewöhnlicher Beinwell
Raublattgewächs, Wurzel wird äußerlich angewendet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Aeusserlich bei Prellungen, Zerrungen, Knochenbrüchen.
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
| Schweregrad | Medikament / Wirkstoffklasse | Mechanismus | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Theoretisch | CYP-Substrate (Aminopyrin-N-Demethylase-abhängig) | Beinwell erhöhte im Rattenmodell die Aktivität der Aminopyrin-N-Demethylase (hepatisches CYP-Enzym), was auf Enzyminduktion hindeutet. | Rein tierexperimenteller Befund; keine klinischen Schlussfolgerungen ableitbar. Monitoring bei CYP-sensitiven Substanzen theoretisch denkbar. |
Verwechslungsgefahr
Die jungen, noch blütenlosen Blätter des Beinwells können mit denen des stark giftigen Roten Fingerhuts (Digitalis purpurea) verwechselt werden, da beide Pflanzen große, rau behaarte Blätter besitzen. Eine Verwechslung ist besonders im Frühjahr möglich, bevor die charakteristischen Blüten erscheinen.
Geschichte & Tradition
Beinwell wurde bereits in der Antike von Dioskurides zur Wundheilung und bei Knochenbrüchen beschrieben. Der deutsche Name leitet sich von dieser traditionellen Anwendung ab: 'Bein' (Knochen) und 'wellen' (heilen). Im mittelalterlichen Europa war die Pflanze unter dem Namen 'Wallwurz' weit verbreitet und galt als zentrales Heilmittel bei stumpfen Verletzungen und Gelenkentzündungen. Aufgrund des Gehalts an Pyrrolizidinalkaloiden ist die Anwendung heute auf den äußerlichen Gebrauch beschränkt.
Pflanzenbild
© Agnieszka Kwiecień (Nova) · CC BY 2.5
Sicherheitshinweise
Nicht einnehmen (Pyrrolizidinalkaloide, leberschädigend); nur äußerlich.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.