Luavera

Pflanzenprofil

Mutterkraut

Tanacetum parthenium (L.) Schultz

Asteraceae

Migräneprophylaxe, Kopfschmerzen, Fieber, Entzündungen, Rheuma, Gelenkschmerzen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Migräneprophylaxe, Kopfschmerzen, Fieber, Entzündungen, Rheuma, Gelenkschmerzen

SchmerzenRheumaGelenk- & RheumaschmerzenFieberMigräneKopfschmerzenEntzündung

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone (v. a. Parthenolid)Flavonoideätherisches Öl (u. a. CampherBorneol)Polyacetylene

Zubereitungsformen

KapselTabletteTinkturStandardisierter ExtraktTee

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (getrocknete, ganze oder fragmentierte oberirdische Pflanzenteile)

Erwachsene: 1 Kapsel täglich, entsprechend 100 mg pulverisiertem Mutterkraut-Kraut (AT, DE, UK, SE). Alternativ historisch dokumentiert: 50–200 mg täglich; in ES/CH: 1 Kapsel à 200–260 mg dreimal täglich. Darreichungsform: Hartkapsel mit pulverisiertem Kraut zur oralen Einnahme. Anwendungsdauer: mehrere Monate; bei Verschlechterung oder fehlendem Ansprechen nach 2 Monaten Arzt aufsuchen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im vegetativen Zustand kann Mutterkraut mit dem giftigen Rainfarn (Tanacetum vulgare) verwechselt werden, der jedoch schärfer aromatisch riecht und tiefer fiederschnittige Blätter besitzt. Gelegentlich sind auch Verwechslungen mit Kamille-Arten (Matricaria spp.) möglich, die sich durch ihren typischen Kamillenduft sowie die hohle Blütenachse eindeutig unterscheiden lassen.

Geschichte & Tradition

Mutterkraut war bereits in der griechisch-römischen Antike als Fiebermittel bekannt; der antike Name 'Parthénion' ist möglicherweise auf eine Verwendung bei Frauenleiden zurückzuführen. Im europäischen Mittelalter fand die Pflanze Anwendung bei Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Gebärmutterkrämpfen, worauf der deutsche Volksname verweist. Ab den 1970er Jahren rückte Mutterkraut als Mittel zur Migräneprophylaxe in den wissenschaftlichen Fokus, nachdem britische Berichte über eine vorbeugende Wirkung publiziert wurden. Das Hauptlacton Parthenolid gilt heute als zentraler Wirkstoff.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Mutterkraut

CC BY 2.5

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Tanaceti parthenii herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft; Kreuzallergie bei Korbblütlern möglich; Mundschleimhautreizungen bei Frischpflanze.

Gegenanzeigen: Anwendung nicht empfohlen bei Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe. Schwangerschaft: aufgrund uterusstimulierender Wirkung und historischer Verwendung als Abortivum wird die Anwendung von Herstellern ausdrücklich nicht empfohlen.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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