Pflanzenprofil
Erd-Burzeldorn
Harnwegserkrankungen, Blasenschwäche, Nierensteine, gynäkologische Beschwerden, Hormonstörungen bei Frauen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Harnwegserkrankungen, Blasenschwäche, Nierensteine, gynäkologische Beschwerden, Hormonstörungen bei Frauen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete, ganze oder fragmentierte, blühende und fruchtragende oberirdische Teile (Kraut/Herba)
Filmtabletten à 250 mg Trockenextrakt (DER 35-45:1, Extraktionsmittel Methanol 80% V/V, mind. 45% Furostanolsaponine berechnet als Protodioscin). Erwachsene: 1–2 Tabletten 3x täglich zu den Mahlzeiten. Anwendungsdauer je nach Indikation: Libidostörung/Impotenz/Infertilität beim Mann 90 Tage; endokrine Infertilität bei der Frau vom 1.–12. Zyklustag; Dyslipidämie 3 Monate; Menopausalsyndrom 60–90 Tage (Erhaltungsdosis 2 Tabletten/Tag, bis 2 Jahre). Maximale Tagesdosis laut tschechischer Zulassung: 500 mg Extrakt 3x täglich, max. 3 Monate.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund der charakteristischen, hartschaligen und stark bestachelten Früchte ist eine Verwechslung mit anderen Pflanzenarten im Freiland weitgehend ausgeschlossen. Im verarbeiteten Zustand (Pulver, Extrakt) kann eine Verwechslung mit anderen saponinreichen Drogenpulvern, etwa aus Dioscorea-Arten, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Geschichte & Tradition
Tribulus terrestris ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin Indiens, wo die Pflanze unter dem Namen Gokshura vor allem bei Harnwegserkrankungen und zur Förderung der Reproduktionsfunktion eingesetzt wurde. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin sowie in der griechisch-arabischen Heilkunde galt sie als Diuretikum und Stärkungsmittel. Im späten 20. Jahrhundert erlangte die Pflanze durch Berichte osteuropäischer Sportler über eine vermeintliche Testosteron-steigernde Wirkung weltweite Bekanntheit und löste intensive pharmakologische Forschungsaktivitäten aus.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: August, September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Juan Carlos Fonseca Mata · CC BY-SA 4.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Tribuli terrestris herba, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Kann bei hohen Dosen lebertoxisch wirken. Wechselwirkungen mit Herzmedikamenten möglich.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Vorsicht |
| Vor Operationen | Vorsicht |
| Lebererkrankung | Vorsicht |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.