Luavera

Pflanzenprofil

Feldulme

Ulmus minor

Ulmaceae

Die Feldulme wird in der Volksmedizin traditionell genutzt, wobei Rinde und Blätter Gerbstoffe und Schleimstoffe enthalten, denen in der Literatur anti-entzündliche und wundheilende Effekte zugeschrieben werden. Rindenabkochungen wurden traditionell äußerlich bei Hauterkrankungen, Wunden und rheumatischen Beschwerden angewendet. Innerlich fand die Rinde als traditionelle Zubereitung bei Magen-Darm-Beschwerden Verwendung.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Wundheilung, Hauterkrankungen, Entzündungen, Rheumatismus, Magen-Darm-Beschwerden

WundheilungHautproblemeEntzündungRheumaVerdauungsbeschwerdenMagenprobleme

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe (Tannine)Schleimstoffe (Mucilage)CatechinePhlobapheneFlavonoide

Zubereitungsformen

AbkochungUmschlagSalbeTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die Feldulme kann mit der einheimischen Bergulme (Ulmus glabra) und der Flatterulme (Ulmus laevis) verwechselt werden, die sich vor allem durch Blattform, Blattbasis und Fruchtstiel unterscheiden. Für volksmedizinische Zwecke wurden Ulmus-Arten innerhalb Mitteleuropas jedoch häufig austauschbar verwendet.

Geschichte & Tradition

Die Feldulme wurde bereits in der antiken und mittelalterlichen Heilkunde Europas genutzt. Dioskurides und spätere Kräuterbuchautoren wie Hieronymus Bock beschrieben die adstringierenden und heilungsfördernden Eigenschaften der Rinde. In der europäischen Volksmedizin war die Rindenabkochung ein verbreitetes Mittel bei Hautleiden und Geschwüren. Mit dem Rückgang der Ulmenpopulationen durch das Ulmensterben (Ophiostoma-Pilze) geriet die Pflanze im 20. Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: März, April

Erntezeit: März, April, Mai

Pflanzenbild

Feldulme

© Eric Collin. Original uploader was Ptelea at en.wikipedia · GFDL

Sicherheitshinweise

Keine bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen; bei Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Nierenerkrankungen ärztliche Rücksprache empfohlen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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