Pflanzenprofil
Rauschbeere
Die Rauschbeere ist eine Wildpflanze aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), die in Mooren, Heiden und alpinen Lagen vorkommt. Traditionell wurden ihre Früchte ähnlich wie Heidelbeeren bei Augenbeschwerden und zur Unterstützung bei Harnwegsinfektionen eingesetzt. Bei übermäßigem Verzehr kann es zu rauschartigen Symptomen wie Schwindel und Übelkeit kommen, weshalb Vorsicht geboten ist.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Antioxidantien, Augenpflege, Harnwegsbeschwerden, traditionelle Volksmedizin
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die häufigste Verwechslung besteht mit der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus); ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal ist das weißlich-grünliche Fruchtfleisch der Rauschbeere, während das Fruchtfleisch der Heidelbeere durchgehend blauviolett gefärbt ist. Gelegentlich ist auch eine Verwechslung mit der Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) möglich, die jedoch deutlich kleinere, rötliche Früchte und feinere Blätter aufweist.
Geschichte & Tradition
Die Rauschbeere ist seit Jahrhunderten als Wildpflanze in Moorgebieten und subarktischen Regionen Mittel- und Nordeuropas bekannt und wurde von der Landbevölkerung als Nahrungsmittel gesammelt. Traditionell fanden die Beeren ähnliche volksmedizinische Verwendung wie die Heidelbeere, insbesondere bei leichten Augenbeschwerden und zur Unterstützung der Blasenfunktion. Die rauschartige Wirkung bei übermäßigem Frischverzehr ist historisch dokumentiert und hat der Pflanze ihren deutschen Namen gegeben; der genaue Auslöser dieser Wirkung ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. In der Volksmedizin wurden gelegentlich auch getrocknete Beeren und Blättertees zubereitet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Erntezeit: Juli, August, September
Pflanzenbild
© David Gaya · CC BY-SA 2.5
Sicherheitshinweise
Nicht in großen Mengen verzehren – kann Schwindel, Übelkeit und rauschartige Zustände auslösen. Verwechslungsgefahr mit Heidelbeere beachten.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.