Luavera

Pflanzenprofil

Saatwicke

Vicia sativa L.

Fabaceae

Die Saatwicke wurde in der Volksmedizin vereinzelt als harntreibendes Mittel und äußerlich bei Hautbeschwerden eingesetzt. Die Samen enthalten cyanogene Glykoside sowie die Pyrimidinglucoside Vicin und Convicin, weshalb eine medizinische Nutzung heute kaum Bedeutung hat. Als Futter- und Gründüngungspflanze ist die Art agrarisch relevant, nicht jedoch als anerkannte Heilpflanze.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Volksmed. Harntreibend, äußerliche Anwendung bei Hautreizungen (nicht empfohlen)

HautproblemeEntgiftung

Inhaltsstoffe

Cyanogene GlykosideVicinConvicinProteineLektine

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die Saatwicke kann mit anderen Wickenarten verwechselt werden, insbesondere mit der Vogel-Wicke (Vicia cracca) und der Zaunwicke (Vicia sepium), die sich hauptsächlich in Blütengröße, Blattzahl und Behaarung unterscheiden. Da keine dieser Arten als etablierte Heilpflanze gilt, ist die Verwechslungsgefahr in medizinischer Hinsicht wenig relevant.

Geschichte & Tradition

Die Saatwicke wird seit der Antike im Mittelmeerraum als Nahrungs- und Futterpflanze kultiviert und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen Europas. In der europäischen Volksmedizin fand sie vereinzelt als harntreibendes Mittel Verwendung; äußerlich wurden Aufgüsse bei Hautbeschwerden eingesetzt. Aufgrund des nennenswerten Gehalts an toxischen Inhaltsstoffen – insbesondere Vicin und Convicin – wurde eine systematische medizinische Nutzung nie entwickelt. Heute ist die Art agrarwirtschaftlich als Gründüngungspflanze von Bedeutung, nicht als Heilpflanze.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Saatwicke

© Didier Descouens · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Samen giftig in größeren Mengen; Favismus-Risiko bei G6PD-Mangel; Rohverzehr meiden

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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