Pflanzenprofil
Veilchen
Das Wohlriechende Veilchen (Viola odorata) wird in der Volksmedizin traditionell bei Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis eingesetzt, da Blüten und Blätter schleimlösende Eigenschaften besitzen. Äußerlich findet es Anwendung bei Hautreizungen und leichten Entzündungen der Schleimhäute. Blüten und Blätter werden zudem als Tee oder Sirup bei Kopfschmerzen und zur allgemeinen Beruhigung genutzt.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Bronchitis, Erkältung, Atemwegserkrankungen, Hautreizungen, Schleimhautentzündungen, Kopfschmerzen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind mit anderen Viola-Arten möglich, insbesondere mit dem Hunds-Veilchen (Viola canina) oder dem Wilden Stiefmütterchen (Viola tricolor), die ein abweichendes Inhaltsstoffprofil aufweisen. Im frühen Frühjahr können die grundständigen Blätter mit jungen Blättern des giftigen Aronstabs (Arum maculatum) verwechselt werden, der ebenfalls an schattigen, feuchten Standorten vorkommt.
Geschichte & Tradition
Viola odorata war bereits in der Antike bekannt und wurde von Dioskurides sowie Hippokrates bei Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen beschrieben. Im Mittelalter fand die Pflanze in der Klostermedizin Verwendung, Hildegard von Bingen erwähnte sie in ihren Schriften. In der europäischen Volksmedizin war Veilchensirup über Jahrhunderte hinweg ein bewährtes Hustenmittel, besonders für Kinder. Im 19. Jahrhundert wurde die Pflanze auch in der wissenschaftlichen Pharmazie aufgrund ihrer Saponine und Schleimstoffe eingehender untersucht.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Februar, März, April, Mai
Erntezeit: März, April, Mai
Pflanzenbild
© Fritz Geller-Grimm · CC BY-SA 2.5
Sicherheitshinweise
In üblichen Mengen gut verträglich. Große Mengen der Wurzel können Erbrechen und Durchfall auslösen. In der Schwangerschaft nicht als Heilmittel anwenden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.