Luavera

Pflanzenprofil

Veilchen

Viola odorata

Violaceae

Das Wohlriechende Veilchen (Viola odorata) wird in der Volksmedizin traditionell bei Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis eingesetzt, da Blüten und Blätter schleimlösende Eigenschaften besitzen. Äußerlich findet es Anwendung bei Hautreizungen und leichten Entzündungen der Schleimhäute. Blüten und Blätter werden zudem als Tee oder Sirup bei Kopfschmerzen und zur allgemeinen Beruhigung genutzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Bronchitis, Erkältung, Atemwegserkrankungen, Hautreizungen, Schleimhautentzündungen, Kopfschmerzen

Husten & BronchitisSchleimBronchitisErkältung & GrippeHautproblemeKopfschmerzenEntzündung

Inhaltsstoffe

SchleimstoffeSaponine (Violin)SalicylsäurederivateFlavonoide (RutinViolanin)GerbstoffeVitamin Cätherisches Öl (Ionone)

Zubereitungsformen

TeeSirupTinkturAufgussUmschlag

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit anderen Viola-Arten möglich, insbesondere mit dem Hunds-Veilchen (Viola canina) oder dem Wilden Stiefmütterchen (Viola tricolor), die ein abweichendes Inhaltsstoffprofil aufweisen. Im frühen Frühjahr können die grundständigen Blätter mit jungen Blättern des giftigen Aronstabs (Arum maculatum) verwechselt werden, der ebenfalls an schattigen, feuchten Standorten vorkommt.

Geschichte & Tradition

Viola odorata war bereits in der Antike bekannt und wurde von Dioskurides sowie Hippokrates bei Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen beschrieben. Im Mittelalter fand die Pflanze in der Klostermedizin Verwendung, Hildegard von Bingen erwähnte sie in ihren Schriften. In der europäischen Volksmedizin war Veilchensirup über Jahrhunderte hinweg ein bewährtes Hustenmittel, besonders für Kinder. Im 19. Jahrhundert wurde die Pflanze auch in der wissenschaftlichen Pharmazie aufgrund ihrer Saponine und Schleimstoffe eingehender untersucht.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Februar, März, April, Mai

Erntezeit: März, April, Mai

Pflanzenbild

Veilchen

© Fritz Geller-Grimm · CC BY-SA 2.5

Sicherheitshinweise

In üblichen Mengen gut verträglich. Große Mengen der Wurzel können Erbrechen und Durchfall auslösen. In der Schwangerschaft nicht als Heilmittel anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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