Luavera

Pflanzenprofil

Wildes Stiefmütterchen

Viola tricolor L.L.;Viola arvensis Murray (Gaud);Viola vulgaris Koch (Oborny)

Violaceae

Hauterkrankungen, seborrhoisches Ekzem, Milchschorf, leichte Wunden, Hautirritationen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Hauterkrankungen, seborrhoisches Ekzem, Milchschorf, leichte Wunden, Hautirritationen

HautproblemeWunden & VerletzungenEkzemEntzündung

Inhaltsstoffe

Flavonoide (RutinViolanthinVitexin)SchleimstoffeSaponineSalicylsäurederivateCarotinoideGerbstoffe

Zubereitungsformen

TeeAufgussUmschlagSalbe

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut (oberirdische Teile mit Blüten, getrocknet; 'herba cum flore')

Orale Anwendung (Erwachsene und Kinder ab 12 Jahre): 1,5–3 g zerkleinertes Kraut als Aufguss in 150–250 ml heißem Wasser, 3× täglich. Trockenextrakt (6:1): 62,5 mg pro Tablette (entspricht 375 mg Kraut), 2 Tabletten 3× täglich. Äußerliche Anwendung: 5–20 g Kraut pro Liter Wasser als feuchter Umschlag oder Spülung, mehrmals täglich.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit dem Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis) möglich, das kleinere, überwiegend cremeweiß-gelbliche Blüten ohne ausgeprägte Dreifärbung aufweist und taxonomisch teils als Unterart geführt wird. Seltener kommt eine Verwechslung mit dem Wohlriechenden Veilchen (Viola odorata) vor, das sich durch herzförmige Blätter, fehlende Nebenblätter und einfarbig violette Blüten deutlich unterscheidet.

Geschichte & Tradition

Das Wilde Stiefmütterchen ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt und wurde u. a. von Hieronymus Bock im 16. Jahrhundert in seinem Kräuterbuch beschrieben. Volksmedizinisch fand es vor allem bei Hauterkrankungen, Ekzemen und schlecht heilenden Wunden Verwendung, sowohl innerlich als Tee als auch äußerlich als Umschlag. Die deutsche Kommission E bestätigte die Anwendung bei seborrhoischen Erkrankungen der Haut und Milchschorf beim Säugling. In der europäischen Volksmedizin wurde die Pflanze zudem bei Atemwegskatarrhen eingesetzt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Erntezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Wildes Stiefmütterchen

© Carl Axel Magnus Lindman · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Violae herba cum flore, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Salicylat-Überempfindlichkeit vorsichtig anwenden. Innere Anwendung in hohen Dosen kann Übelkeit verursachen.

Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparats. In Großbritannien wird die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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