Pflanzenprofil
Mais
Mais wird in der Volksmedizin vor allem durch seine Narbenfäden (Maisseide) genutzt, die in der Literatur als harntreibend beschrieben werden und traditionell bei Harnwegsinfekten sowie Blasen- und Nierenproblemen verwendet werden. Extrakte aus Maisnarben werden in Studien mit einer Förderung der Harnausscheidung und entzündungshemmenden Effekten beschrieben. Darüber hinaus liefert Mais wichtige Nährstoffe wie Ballaststoffe, B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Harnwegsinfekte, Blasenentzündung, Nierenprobleme, Wassereinlagerungen, Harntreibend
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Ausgewachsene Maispflanzen sind aufgrund ihrer markanten Morphologie kaum verwechselbar. In frühen Wachstumsstadien können Maisjungpflanzen mit anderen Süßgräsern wie Sorghum (Sorghum bicolor) oder Zuckerrohr (Saccharum officinarum) verwechselt werden.
Geschichte & Tradition
Mais wurde von den Ureinwohnern Mesoamerikas seit über 9.000 Jahren kultiviert und war zentraler Bestandteil der Kulturen der Azteken und Maya. Nach der europäischen Entdeckung Amerikas gelangte die Pflanze im 16. Jahrhundert nach Europa und verbreitete sich rasch als Grundnahrungsmittel. Die Maisnarben (Stigmata Maydis) wurden in der nord- und südamerikanischen Volksmedizin traditionell bei Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren Zubereitungen aus Maisseide in mehreren europäischen Pharmakopöen verzeichnet.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: August, September, Oktober
Pflanzenbild
© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain
Sicherheitshinweise
Bei Nierenerkrankungen ärztlich abklären. Allergiker auf Maispollen achten. Nicht bei bekannter Getreideallergie.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
