Luavera

Pflanzenprofil

Götterbaum

Ailanthus altissima

Simaroubaceae

Der Götterbaum wird in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten eingesetzt, vor allem Rinde und Blätter gegen Durchfall, Ruhr und Darmparasiten. Enthaltene Quassinoide zeigen in Studien antiparasitäre und antimalarische Wirkung. In der europäischen Volksmedizin fand er vereinzelt Anwendung bei Fieber und Verdauungsbeschwerden.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Darmparasiten, Fieber, Ruhr

VerdauungsbeschwerdenDarmParasitenFieberDurchfallDarmgesundheit

Inhaltsstoffe

Quassinoide (AilanthonAilanthinon)Canthin-6-on-AlkaloideTriterpeneFlavonoideGerbstoffeSterole

Zubereitungsformen

AbkochungTinkturPulverStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die großen, unpaarig gefiederten Blätter des Götterbaums können mit der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) oder der Robinie (Robinia pseudoacacia) verwechselt werden. Ein sicheres Erkennungsmerkmal sind die charakteristischen drüsigen Zähnchen an der Basis der Einzelblättchen sowie der auffällig unangenehme Geruch der Blätter beim Zerreiben.

Geschichte & Tradition

Der Götterbaum stammt aus Nordchina, wo die Wurzelrinde und Stammrinde (Chun Bai Pi) in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten bei Durchfall, Dysenterie und Darmparasiten eingesetzt wurden. Im 18. Jahrhundert wurde die Art als schnell wachsender Zier- und Straßenbaum nach Europa und Nordamerika eingeführt. Volksmedizinische Anwendungen in Europa blieben fragmentarisch und konzentrierten sich auf fiebersenkende und stomachische Zwecke. Seit den 1980er-Jahren rücken die Quassinoide des Götterbaums zunehmend in den Fokus der pharmakologischen Forschung, insbesondere wegen ihrer antiparasitären und potenziell antitumoralen Eigenschaften.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli

Erntezeit: April, Mai, September, Oktober

Pflanzenbild

Götterbaum

© Darkone (talk · contribs) · CC BY-SA 2.5

Sicherheitshinweise

Alle Pflanzenteile können Hautirritation verursachen. Saft löst Kontaktdermatitis aus. Pollen allergen. Nicht innerlich ohne fachkundige Begleitung anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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