Luavera

Pflanzenprofil

Aloes folii succus siccatus

Aloe barbadensis Mill. and Aloe (various species)

Asphodelaceae

Verstopfung, Darmträgheit, Wundheilung, Verbrennungen, Hautpflege


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verstopfung, Darmträgheit, Wundheilung, Verbrennungen, Hautpflege

VerstopfungVerdauungsbeschwerdenWundheilungHautprobleme

Inhaltsstoffe

Anthrachinonglykoside (BarbaloinIsobarbaloin)Aloe-EmodinHarzPolysaccharide (Acemannan)Gerbstoffe

Zubereitungsformen

PulverTabletteKapselStandardisierter ExtraktTinktur

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrockneter Blättersaft (Folii succus siccatus) – gewonnen aus den Blättern von Aloe barbadensis Mill. (Barbados-Aloe) bzw. Aloe ferox Mill. und deren Hybriden (Kap-Aloe)

Erwachsene und Kinder > 12 Jahre: Trockenextrakt (DER 1,8–2,2:1 bzw. 1–3:1), entsprechend 10–30 mg Hydroxyanthracen-Derivate (berechnet als Aloin), einmal täglich abends. Darreichungsformen: Filmtablette (27,5–52,5 mg Trockenextrakt) oder Granulat (50 mg Trockenextrakt, 2–3× wöchentlich). Korrekte Einzeldosis: kleinste Menge, die einen weichgeformten Stuhl ergibt. Ausschließlich zur Kurzzeitanwendung bei gelegentlicher Obstipation.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Freiland besteht Verwechslungsgefahr mit Agaven (Agave spp., Familie Asparagaceae), die ähnliche fleischige Blattrosetten ausbilden, jedoch keine vergleichbaren pharmakologisch relevanten Inhaltsstoffe enthalten. Optisch ähnliche Gattungen wie Gasteria und Haworthia (ebenfalls Asphodelaceae) können ebenfalls mit Aloe-Arten verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Aloe wird seit mindestens 4000 Jahren medizinisch genutzt und zählt zu den ältesten dokumentierten Heilpflanzen der Welt. Im alten Ägypten galt sie als «Pflanze der Unsterblichkeit» und fand sowohl als Abführmittel als auch zur äußerlichen Wundbehandlung Verwendung. Hippokrates und Dioskurides beschrieben den eingedickten Blattsaft als verlässliches Laxans, und im mittelalterlichen Europa gehörte Aloe zu den meistgehandelten Drogenpflanzen. Die topische Nutzung bei Verbrennungen und Hauterkrankungen ist über zahlreiche Kulturen hinweg überliefert.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Januar, Februar, März

Erntezeit: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Aloes folii succus siccatus

© Collage by en:User:MidgleyDJ, original images from Wikimedia commons (Image:Aloe_vera_offsets.jpg and Image:Aloe_vera_C.jpg) · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Aloes folii succus siccatus, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder <12 J., Darmverschluss, Entzündlichen Darmerkrankungen. Max. 1–2 Wochen Anwendung.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft sowie blutende Hämorrhoiden historisch nicht empfohlen (Beckenkongestion). Der formale Abschnitt 5.5.2 des Berichts (Gegenanzeigen) ist im bereitgestellten Dokumentauszug nicht enthalten und konnte daher nicht ausgewertet werden.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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