Luavera

Pflanzenprofil

Arnika

Arnica montanaL.

Prellungen, Blutergüsse, Muskelschmerzen, Verstauchungen, Gelenkentzündungen, Insektenstiche


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Prellungen, Blutergüsse, Muskelschmerzen, Verstauchungen, Gelenkentzündungen, Insektenstiche

SchmerzenEntzündungenMuskelnGelenk- & RheumaschmerzenVerletzungenSport

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone (HelenalinDihydrohelenalin und deren Ester)Flavonoide (QuercetinIsorhamnetinLuteolin)Phenolcarbonsäuren (Chlorogensäure)ätherische ÖleCarotinePolysaccharide

Zubereitungsformen

TinkturSalbeUmschlagStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Blütenköpfe (Arnica montana L., flos); für Zubereitung d) frische Blüten

Ausschließlich zur äußerlichen (kutanen) Anwendung in halbfesten (Salbe, Creme, Gel) oder flüssigen Formen (imprägnierter Verband). Auftragen 2–4-mal täglich auf die betroffene Stelle und leicht einmassieren. Produktabhängige Mengenangaben (z. B. 3–5 cm Gelstrang pro handflächengroße Fläche). Anwendung für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren (einige Präparate: ab 18 Jahren). Bei Beschwerden über 10 Tage: ärztliche Beratung empfohlen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Arnica montana kann mit anderen gelb blühenden Korbblütlern verwechselt werden, vor allem mit Arten der Gemswurz-Gattung Doronicum sowie mit der Telekie (Telekia speciosa). Unterscheidungsmerkmale sind die gegenständigen Stängelblätter und der charakteristisch aromatische Geruch der Arnikablüten.

Geschichte & Tradition

Arnika wird seit dem Mittelalter in der europäischen Volksmedizin genutzt und findet sich seit dem 16. Jahrhundert in deutschsprachigen Kräuterbüchern. In der Alpenvolksmedizin galt sie traditionell als wichtigstes äußerliches Mittel bei Verletzungen, Prellungen und Erschöpfung. Johann Wolfgang von Goethe soll im Alter Arnikatee zur Linderung von Angina-pectoris-Beschwerden eingesetzt haben. Seit dem 19. Jahrhundert gehört sie zu den meistgenutzten Mitteln der Homöopathie; in der Phytotherapie wird heute ausschließlich die äußerliche Anwendung empfohlen.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Arnika

© Franz Eugen Köhler, Köhlers Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Arnicae flos, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nur äußerlich anwenden. Giftig bei Einnahme. Nicht auf offene Wunden. Kann Kontaktallergien auslösen (Korbblütler-Allergie).

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe oder andere Asteraceae (Korbblütler). Keine Anwendung auf offenen Wunden, Ulcera cruris oder verletzter Haut (Gefahr ödematöser Dermatitis). Innerliche Anwendung kontraindiziert (Commission E). Nicht empfohlen für Kinder unter 12 Jahren (manche Präparate: unter 18 Jahren).

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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