Luavera

Pflanzenprofil

Wermutkraut

Artemisia absinthiumL.

Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Magenbeschwerden, Gallenprobleme, Blähungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Magenbeschwerden, Gallenprobleme, Blähungen

AppetitlosigkeitVerdauungsbeschwerdenMagen-darmBlahungenGalle

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone (AbsinthinArtabsinAnabsinthin)Ätherisches Öl (ThujonCineolChamazulen)FlavonoidePhenolcarbonsäurenGerbstoffe

Zubereitungsformen

TinkturTeeStandardisierter ExtraktNativextraktKapsel

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind am ehesten mit dem Gewöhnlichen Beifuß (Artemisia vulgaris) möglich, der jedoch deutlich weniger bitter ist und kein charakteristisches silbergraues Haarkleid auf der Blattunterseite aufweist. Auch die Eberraute (Artemisia abrotanum) kann ähneln, unterscheidet sich jedoch durch ihren fein gefiederten Wuchs und einen mehr zimtartigen Geruch.

Geschichte & Tradition

Wermutkraut gehört zu den ältesten bekannten Heilpflanzen und ist bereits in altägyptischen Papyri sowie bei griechischen und römischen Ärzten wie Dioskurides belegt. Im europäischen Mittelalter war es ein zentrales Bittermittel der Klosterheilkunde zur Förderung von Verdauung und Gallenfluss. Bekannt wurde die Pflanze auch als Hauptaromatikum des Absinthlikörs, der im 19. Jahrhundert in Europa verbreitet war, jedoch aufgrund seines hohen Thujongehalts ab dem frühen 20. Jahrhundert in vielen Ländern verboten wurde. Heute ist Wermutkraut als pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden offiziell anerkannt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Wermutkraut

© David Monniaux · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft. Nicht bei Magengeschwüren. Thujone-Gehalt: Langzeitanwendung vermeiden. Max. 4 Wochen.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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