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Pflanzenprofil

Große Sterndolde

Astrantia major

Apiaceae

Die Große Sterndolde wurde in der Volksmedizin traditionell angewendet. Die Wurzel enthält Bitterstoffe und ätherische Öle, in der Literatur werden diese Substanzen als krampflösend und entzündungshemmend beschrieben. Als Heilpflanze spielt sie heute eine untergeordnete Rolle und wird vor allem in der Phytotherapie regional genutzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Blähungen, harntreibend, Atemwegserkrankungen, Wundheilung

VerdauungsbeschwerdenBlähungenAtemwegserkrankungenEntzündungWundheilung

Inhaltsstoffe

Bitterstoffeätherische ÖleSaponine

Zubereitungsformen

TinkturAbkochungTee

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund der charakteristischen sternförmigen Hüllblätter ist die Große Sterndolde im blühenden Zustand gut erkennbar; im vegetativen Stadium besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit anderen weißblühenden Doldenblütlern der Gattungen Anthriscus oder Chaerophyllum, unter denen auch giftige Arten vorkommen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Apiaceae wie Geflecktem Schierling (Conium maculatum) ist für Unkundige im Frühstadium nicht auszuschließen.

Geschichte & Tradition

Die Große Sterndolde ist eine mitteleuropäische Gebirgspflanze, die in der alpinen und voralpinen Volksmedizin seit dem Mittelalter Verwendung fand. Historische Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter Werke von Leonhart Fuchs, beschreiben die Wurzel als Mittel bei Verdauungsbeschwerden und zur Förderung der Harnausscheidung. In einigen mitteleuropäischen Regionen wurde sie traditionell auch bei Krämpfen und als Wundmittel eingesetzt. Im Zuge der modernen Phytotherapie verlor sie gegenüber besser untersuchten Apiaceae-Vertretern zunehmend an Bedeutung.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: August, September, Oktober

Pflanzenbild

Große Sterndolde

© Nathan MacInnes · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Verwechslungsgefahr mit anderen Doldengewächsen. Kann Lichtempfindlichkeit auslösen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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