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Pflanzenprofil

Berberitze

Berberis vulgaris

Berberidaceae

Die Berberitze wird in der Naturheilkunde traditionell zur Unterstützung von Leber, Galle und Verdauung eingesetzt. Der Wirkstoff Berberin wird in Studien als entzündungshemmend beschrieben und wird in der traditionellen Anwendung bei Verdauungsbeschwerden sowie zur Unterstützung des Gallenflusses genutzt. Berberitzenpräparate werden in der Naturheilkunde auch traditionell zur Unterstützung der Atemwege eingesetzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Lebererkrankungen, Gallenstörungen, Atemwegsinfektionen

VerdauungsbeschwerdenGalleImmunsystemLeber & GalleEntzündungHarnwege & BlaseInfektionen

Inhaltsstoffe

BerberinPalmatinColumbaminJatrorrhizinBerbaminGerbstoffeÄpfelsäureWeinsäureVitamin C (in den Früchten)

Zubereitungsformen

TinkturKapselStandardisierter ExtraktTabletteTee

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit anderen Berberis-Arten, insbesondere der als Ziergehölz weit verbreiteten Berberis thunbergii, ist möglich; diese sind botanisch eng verwandt und ebenfalls Berberin-haltig. Im Freiland ist Berberis vulgaris durch ihre charakteristischen dreiteiligen Dornen, die gelben Blüten und die leuchtend roten länglichen Früchte gut zu identifizieren.

Geschichte & Tradition

Die Berberitze zählt zu den ältesten genutzten Heilpflanzen; archäologische und schriftliche Quellen aus dem Alten Ägypten und Mesopotamien belegen ihre medizinische Verwendung seit mehreren Jahrtausenden. Im europäischen Mittelalter diente sie vorrangig zur Behandlung von Leber- und Galleleiden sowie bei Fieber. In der ayurvedischen und Unani-Medizin des indischen Subkontinents werden Berberin-haltige Berberis-Arten ebenfalls seit Langem eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde Berberin als Hauptwirkstoff isoliert und pharmakologisch untersucht.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai, Juni

Erntezeit: August, September, Oktober

Pflanzenbild

Berberitze

Public domain

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Berberin kann Herzrhythmus beeinflussen. Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich. Keine Langzeitanwendung.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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