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Pflanzenprofil

Rosenkohl

Brassica oleracea var. gemmifera

Brassicaceae

Rosenkohl ist eine nährstoffreiche Kulturpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Er enthält hohe Mengen an Vitamin C, Vitamin K sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate und Sulforaphan, denen in der Literatur entzündungshemmende Effekte zugeschrieben werden. Rosenkohl wird traditionell bei Verdauungs- und Lebergesundheitsfragen verwendet und gilt in der Ernährungsmedizin als wertvolles Lebensmittel.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsunterstützung, Antioxidantien, Leberunterstützung, Knochenstärkung

VerdauungsbeschwerdenImmunsystemEntzündungLeber & GalleKnochenPrävention

Inhaltsstoffe

Glucosinolate (SinigrinGlucobrassicin)SulforaphanIndole (Indol-3-Carbinol)Vitamin CVitamin KFolsäureFlavonoideBeta-CarotinBallaststoffe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Jungpflanzenstadium kann Rosenkohl mit anderen Kulturvarietäten von Brassica oleracea wie Grünkohl (var. sabellica) oder Wirsing (var. sabauda) verwechselt werden. Die charakteristischen kompakten Blattachselröschen der ausgewachsenen Pflanze sind jedoch so unverwechselbar, dass eine Verwechslung im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium praktisch ausgeschlossen ist.

Geschichte & Tradition

Rosenkohl wurde vermutlich im 13. Jahrhundert in der Region Brüssel (heutiges Belgien) als Kulturform aus dem Wildkohl (Brassica oleracea) gezüchtet und verbreitete sich ab dem 16. Jahrhundert in den Niederlanden und Belgien. Im 18. Jahrhundert gelangte er nach Mitteleuropa, wo er vor allem als Wintergemüse zur Nahrungsversorgung angebaut wurde. Eine eigenständige Verwendung als Heilpflanze im phytotherapeutischen Sinne ist historisch nicht belegt; die medizinische Relevanz ergibt sich erst aus der modernen Ernährungswissenschaft, die seinen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen untersucht.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar

Pflanzenbild

Rosenkohl

© MPF · CC BY 2.5

Sicherheitshinweise

Kann Blähungen verursachen; bei Schilddrüsenerkrankungen roh meiden; hoher Vitamin-K-Gehalt beachten bei Blutverdünnern (z.B. Marcumar).

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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