Luavera

Pflanzenprofil

Ringelblume

Calendula officinalis

Asteraceae

Die Ringelblume ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen der westlichen Phytotherapie und wird traditionell bei Wunden, Hautreizungen und Entzündungen genutzt. Ihre Blüten enthalten Flavonoide, Triterpenoide und ätherische Öle, denen in der Literatur entzündungshemmende und wundheilende Effekte beschrieben werden. Äußerlich wird sie traditionell bei Ekzemen, Verbrennungen und Schleimhautentzündungen genutzt, innerlich bei Verdauungsbeschwerden.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Wundheilung, Hautentzündungen, Ekzeme, Verbrennungen, Mundschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Muskelschmerzen

MundschleimhautVerdauungsbeschwerdenWunden & VerletzungenEkzemHautproblemeMuskelschmerzenEntzündung

Inhaltsstoffe

Flavonoide (IsorhamnetinQuercetinNarcissin)Triterpenoidsaponine (Oleanolsäure-Glykoside)Carotinoide (β-CarotinLycopin)ätherische ÖlePolysaccharideGerbstoffe

Zubereitungsformen

AufgussTinkturSalbeUmschlagStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blüten (getrocknete, vollständig geöffnete Blüten ohne Blütenboden; Calendulae flos)

Äußerlich/Oromukosal: Aufguss 1–2 g Droge in 150 ml Wasser, 2–3x täglich, max. 1 Woche. Halbfeste Zubereitungen (Creme/Salbe) mit einem Pflanzensubstanzäquivalent von 2–10 %, 2–4x täglich dünn auftragen. Tinktur (1:5) für Umschläge mind. 1:3 mit Wasser verdünnen; als Gurgel-/Mundspülung als 2%ige Lösung. Kinder >6 Jahre (Hautanwendung) bzw. >12 Jahre (Oromukosa) gemäß Monographievorgabe; für Kinder <6 Jahre keine ausreichenden Sicherheitsdaten.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit der Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) möglich, die kleinere Blütenköpfe aufweist und ebenfalls heilkundlich verwendet wird. Gelegentlich erfolgt eine Verwechslung mit Tagetes-Arten (Studentenblumen), die sich durch ihren schärferen Geruch und abweichende Blattform deutlich unterscheiden.

Geschichte & Tradition

Die Ringelblume wird seit dem Mittelalter in Europa als Heil- und Zierpflanze kultiviert und findet in Kräuterbüchern des 12. bis 16. Jahrhunderts, unter anderem bei Hildegard von Bingen und Leonhart Fuchs, Erwähnung. Traditionell wurde sie bei Wunden, Geschwüren und Lebererkrankungen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert erlebte sie durch die Volksmedizin und erste wissenschaftliche Untersuchungen eine breitere Verbreitung. Heute zählt sie zu den meistverwendeten äußerlich applizierten Heilpflanzen der westlichen Phytotherapie.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Erntezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Ringelblume

© Betty Cai · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Calendulae flos, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Korbblütler-Allergie meiden. Innerliche Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden. Kontaktallergien möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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