Pflanzenprofil
Gewöhnliches Hirtentäschel
Harnwegserkrankungen, Menstruationsstörungen, Gebärmutterblutungen, Blasenschwäche, blutstillend
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Harnwegserkrankungen, Menstruationsstörungen, Gebärmutterblutungen, Blasenschwäche, blutstillend
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im jugendlichen Rosettenstadium kann das Hirtentäschel mit dem Ackerhellerkraut (Thlaspi arvense) verwechselt werden, das jedoch im Fruchtstand breitere, fast kreisrunde Schötchen statt der charakteristischen herzförmig-dreieckigen Früchte aufweist. Verwechslungen mit verschiedenen Cardamine-Arten sind ebenfalls möglich, solange die artbestimmenden Früchte noch nicht ausgebildet sind.
Geschichte & Tradition
Das Hirtentäschel ist seit der Antike als blutstillendes Mittel bekannt und war in der europäischen Volksmedizin über Jahrhunderte fester Bestandteil der Wund- und Frauenheilkunde. Im Mittelalter fand es Anwendung bei Wundversorgung, Menstruationsstörungen und Nachblutungen. Während des Ersten Weltkriegs diente es als Ersatz für Mutterkorn (Claviceps purpurea), als dieses nicht verfügbar war. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Pflanze ebenfalls bei Blutungsneigungen und gynäkologischen Beschwerden eingesetzt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November
Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© SaltySemanticSchmuck · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nicht in der Schwangerschaft anwenden (uterusstimulierend). Bei anhaltenden Blutungen ärztliche Abklärung erforderlich.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.