Luavera

Pflanzenprofil

Capsicum annuum

Capsicum annuum L. var. minimum (Miller) Heiser

Solanaceae

Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Neuralgien, Rückenschmerzen, Rheumatische Beschwerden, Durchblutungsförderung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Neuralgien, Rückenschmerzen, Rheumatische Beschwerden, Durchblutungsförderung

SchmerzenRheumaDurchblutungMuskelnEntzündungRückenschmerzen

Inhaltsstoffe

Capsaicinoide (CapsaicinDihydrocapsaicinNordihydrocapsaicin)Carotinoide (CapsanthinCapsorubin)FlavonoideAscorbinsäurefettes Öl

Zubereitungsformen

SalbeTinkturStandardisierter ExtraktKapselPulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete reife Früchte (Fructus)

Ausschließlich zur kutanen Anwendung. Erwachsene und ältere Patienten — Arzneipflaster (Zubereitung a): 22×14 cm mit 11 mg Capsaicinoiden (35 μg/cm²) bzw. 12×18 cm mit 4,8 mg Capsaicinoiden (22 μg/cm²); max. 1 Pflaster pro Tag für 4–12 Stunden; Mindestabstand 12 Stunden vor erneutem Auflegen; Anwendungsdauer bis zu 3 Wochen. Halbfeste Zubereitungen (Zubereitungen a/b/c): 40–53 mg Capsaicinoide/100 g; 2–4× täglich dünn auf die betroffene Stelle auftragen. Kinder und Jugendliche: Anwendung nicht empfohlen (keine Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Capsicum annuum var. minimum kann mit anderen Capsicum-Varietäten und Wildformen verwechselt werden, die sich im Capsaicingehalt erheblich unterscheiden und dadurch zu Reizungen führen können. Eine Verwechslung mit Zierpaprika-Sorten derselben Gattung ist ebenfalls möglich.

Geschichte & Tradition

Capsicum wird seit mindestens 7.000 Jahren von den indigenen Völkern Mittel- und Südamerikas als Heil- und Gewürzpflanze genutzt. Nach den Fahrten des Kolumbus gelangte die Pflanze im späten 15. Jahrhundert nach Europa und verbreitete sich rasch in der Volksmedizin als äußerliches Wärmemittel. Im 19. Jahrhundert wurde Capsaicin als schmerzmodulierender Wirkstoff isoliert und wissenschaftlich beschrieben. Heute ist die Wirkung auf den TRPV1-Rezeptor gut belegt, was zu standardisierten topischen Zubereitungen in der modernen Schmerztherapie geführt hat.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: August, September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Capsicum annuum

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Capsici fructus, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht auf offene Wunden oder Schleimhäute auftragen. Augenkontakt vermeiden. Nicht für Kinder unter 12 Jahren. Kann Hautreizungen verursachen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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