Luavera

Pflanzenprofil

Indischer Wassernabel

Centella asiatica (L.)

Apiaceae

Wundheilung, Hauterkrankungen, Narbenbehandlung, chronische Veneninsuffizienz, Cellulite


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Wundheilung, Hauterkrankungen, Narbenbehandlung, chronische Veneninsuffizienz, Cellulite

Wunden & VerletzungenHauterkrankungenNarbenVenenschwächeEntzündungen

Inhaltsstoffe

Triterpenoid-Saponine (AsiaticosinMadecassosin)AsiaticsäureMadecassinsäureFlavonoidePhytosterole

Zubereitungsformen

TinkturKapselTabletteStandardisierter ExtraktSalbe

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete, fragmentierte oberirdische Pflanzenteile (Kraut)

Nur äußerliche Anwendung (topisch): 0,6 g Pulver oder als Aufguss 3× täglich auf Wunden aufgetragen (Einzeldosis: 0,6 g; Tagesdosis: 1,8 g); alternativ als getränkter Verband (Infusion zur kutanen Anwendung). Orale Einnahme ist wegen Sicherheitsbedenken nicht Bestandteil der Monographie.

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischCisplatinAsiatische Säure aktiviert den P38 MAPK/Slug-Signalweg und hebt dadurch die Cisplatin-Resistenz in A549/DDP-Zellen auf (In-vitro).Nur In-vitro-Befund; keine klinische Empfehlung ableitbar. Kombination nicht ohne weitere Evidenz einsetzen.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit dem Gemeinen Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris) möglich, der ähnlich geformte, schildförmige Blätter besitzt, jedoch keine vergleichbaren Wirkstoffe enthält. Im asiatischen Verbreitungsgebiet kann es gelegentlich zu Verwechslungen mit anderen kriechenden Apiaceae kommen.

Geschichte & Tradition

Centella asiatica wird seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin Indiens als Wund- und Nervenheilmittel eingesetzt und gilt dort als eines der bedeutendsten Verjüngungskräuter ('Rasayana'). In der traditionellen chinesischen Medizin fand die Pflanze ebenfalls Verwendung, insbesondere bei Hautkrankheiten und zur Förderung der Wundheilung. In Europa wurde sie erst im 20. Jahrhundert bekannt, als ihre triterpenoidreichen Extrakte für die Behandlung der chronischen Veneninsuffizienz und zur Narbentherapie klinisch untersucht wurden.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Indischer Wassernabel

© Shahidul Hasan Roman · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Centellae asiaticae herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft. Bei Langzeitanwendung Leberwerte kontrollieren. Kann Hautallergien auslösen.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Bestandteile der Zubereitung (EudraVigilance: Urtikaria, Hypersensitivitätsreaktionen, Hautbrennen). Orale Anwendung ausgeschlossen wegen hepato- und nephrotoxischer Befunde im Tierversuch sowie Hinweisen auf Fertilitätsstörungen bei oral angewendeten, humanrelevanten Dosen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungVorsicht
NierenerkrankungVorsicht
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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