Luavera

Pflanzenprofil

Römische Kamille

Chamaemelum nobile (L.) All. (Anthemis nobilis L.)

Asteraceae

Verdauungsbeschwerden, Magen-Darm-Krämpfe, Blähungen, Appetitstörungen, Gastritis, leichte Schlafstörungen, Hautreizungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Magen-Darm-Krämpfe, Blähungen, Appetitstörungen, Gastritis, leichte Schlafstörungen, Hautreizungen

AppetitlosigkeitSchlafproblemeVerdauungsbeschwerdenBlähungenMagenproblemeBauchschmerzenHautprobleme

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (Ester der Angelika- und Tiglinsäureu. a. Isobutylangeli­kat)Sesquiterpenlactone (Nobilin3-Epi-7-isonobilin)Flavonoide (ApigeninLuteolin-7-glucosid)PolyacetyleneGerbstoffe

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlUmschlagKapsel

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blüten (getrocknete Blütenköpfe der kultivierten Doppelblüten-Varietät von Chamaemelum nobile)

Erwachsene, oral: Getrocknete Blütenköpfe 1–4 g als Aufguss, 3-mal täglich; Flüssigextrakt (DER 1:1, Ethanol 70% v/v) 1–4 ml, 3-mal täglich. Alternativ nach BHC 1992: 1,5–3 g Droge bzw. 1,5–3 ml Flüssigextrakt 3-mal täglich. Topisch: 3%iger Aufguss als Umschlag oder Spülung; Halbfeste Zubereitungen mit 5–15% Droge.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Am häufigsten wird die Römische Kamille mit der Deutschen Kamille (Matricaria chamomilla) verwechselt, von der sie sich durch ihren kriechenden Wuchs, den stärker fruchtig-aromatischen Geruch und den gefüllteren Blütenkorb unterscheidet. Eine Verwechslung ist zudem mit der Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) möglich, die jedoch einen unangenehmen, wenig aromatischen Geruch aufweist.

Geschichte & Tradition

Die Römische Kamille war bereits im antiken Ägypten und Griechenland als Heilpflanze bekannt und wurde dort zur Fiebersenkung und bei Magen­leiden eingesetzt. In der mittelalterlichen Kloster­medizin galt sie als bewährtes Mittel gegen Verdauungs­beschwerden und Nervosität. Besonders in England und Frankreich erfreute sie sich über Jahrhunderte großer Beliebtheit und wurde dort der Deutschen Kamille häufig vorgezogen. Im 17. und 18. Jahrhundert war sie fester Bestandteil der europäischen Pharmakopoeen.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Römische Kamille

© Oceancetaceen - Alice Chodura · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Chamomillae romanae flos, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Allergien gegen Korbblütler möglich. Nicht in der Schwangerschaft (krampfauslösend). Vorsicht bei Daueranwendung.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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