Pflanzenprofil
Gänsefuß
Die Gänsefüße (Chenopodium) sind eine artenreiche Gattung aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die traditionell als Heil- und Nahrungspflanze genutzt wird. Bestimmte Arten, insbesondere Chenopodium ambrosioides, finden sich in der Volksmedizin traditionell bei Darmparasiten und Verdauungsbeschwerden. Junge Blätter einiger Arten gelten als essbar und werden in der traditionellen Anwendung bei Magen-Darm-Problemen genutzt; in der Literatur werden ihnen anti-entzündliche Effekte zugeschrieben.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Darmparasiten, Magenbeschwerden, Entzündungen, Wurmbefall
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Gänsefüße können mit verwandten Arten der Gattung Atriplex (Melden) verwechselt werden, die ebenfalls zur Familie der Amaranthaceae gehören und ähnliche Blattformen aufweisen. Eine sichere Unterscheidung erfordert die genaue Betrachtung der Blattunterseite sowie des Fruchtstands.
Geschichte & Tradition
Chenopodium ambrosioides wurde von indigenen Völkern Mesoamerikas seit Jahrhunderten traditionell gegen Darmparasiten genutzt, was zu einem der frühesten dokumentierten volksmedizinischen Anwendungsgebiete der Gattung zählt. In Europa fand Chenopodium album (Weißer Gänsefuß) bereits in der Antike als Nahrungspflanze Verwendung – Samenfunde aus neolithischen Siedlungen belegen eine jahrtausendealte Nutzung. In der europäischen Volksmedizin werden der Pflanze traditionell krampflösende Eigenschaften zugesprochen; sie wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden verwendet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
© Jim Pisarowicz · Public domain
Sicherheitshinweise
In großen Mengen giftig; Ascaridol in ätherischen Ölen toxisch; nicht in der Schwangerschaft; Oxalsäure beachten.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.