Luavera

Pflanzenprofil

Winde

Convolvulus arvensis

Convolvulaceae

Die Ackerwinde (Convolvulus arvensis) ist eine in der Volksmedizin verwendete Pflanze aus der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Traditionell wurden Wurzeln und Kraut als mildes Abführmittel sowie bei Leber- und Gallebeschwerden eingesetzt. Aufgrund enthaltener Harzglykoside ist die Anwendung ohne medizinische Begleitung nicht empfehlenswert.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Leber-Galle-Beschwerden, traditionelle Volksheilkunde

VerdauungsbeschwerdenVerstopfungLeber & GalleGalle

Inhaltsstoffe

Harzglykoside (ConvolvulinJalapin)FlavonoideGerbstoffeCumarine

Zubereitungsformen

TeeAbkochungTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Häufig wird die Ackerwinde mit der Zaunwinde (Calystegia sepium) verwechselt, die deutlich größere Blüten und Blätter sowie zwei charakteristische Hochblätter am Kelch aufweist. Eine weitere mögliche Verwechslung besteht mit der Wald-Zaunwinde (Calystegia silvatica), die ebenfalls größer ist und bevorzugt an Hecken und Gebüschen wächst.

Geschichte & Tradition

Die Ackerwinde war bereits in der antiken Heilkunde bekannt und wurde von Dioskurides als Abführmittel beschrieben. In der europäischen Volksmedizin des Mittelalters fanden Wurzel und Kraut Verwendung bei Verstopfung sowie Leber- und Gallenleiden. Im 19. Jahrhundert geriet sie weitgehend in Vergessenheit, da wirksamere und besser verträgliche Abführmittel zur Verfügung standen. Heute spielt sie in der pflanzlichen Therapie kaum noch eine Rolle.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Winde

© Phil Sellens from East Sussex · CC BY 2.0

Sicherheitshinweise

Harzglykoside können bei Überdosierung toxisch wirken; nicht in der Schwangerschaft; innere Anwendung nur unter Aufsicht.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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