Pflanzenprofil
Hasenpfoten-Tintling
Der Hasenpfoten-Tintling ist ein Pilz aus der Familie der Psathyrellaceae und gehört zur Gattung der Tintlinge (Coprinopsis). Eine dokumentierte medizinische Nutzung ist kaum belegt; einige Verwandte der Tintlinge werden jedoch in der Fachliteratur erwähnt. Der Pilz ist nur im jungen Zustand essbar und unterliegt einer raschen Selbstverdauung (Autolyse), bei der sich der Hut in eine schwarze, tinteartige Flüssigkeit auflöst.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Kaum medizinisch dokumentiert; möglichee Eigenschaften verwandter Tintlingsarten
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind mit anderen kleinen Tintlingsarten möglich, insbesondere dem Grauem Faltentintling (Coprinopsis atramentaria) und dem Glimmertintling (Coprinellus micaceus), die beide ebenfalls eine rasche Autolyse zeigen. Der charakteristische dichte, weißlich-zottige Schleierrest am Hut ist das wichtigste Erkennungsmerkmal von C. lagopus.
Geschichte & Tradition
Der Hasenpfoten-Tintling besitzt keine nennenswerte Dokumentation als Heilpilz in der europäischen Volksmedizin. Nah verwandte Tintlinge, insbesondere Coprinopsis atramentaria, wurden seit dem frühen 20. Jahrhundert pharmakologisch untersucht — vor allem hinsichtlich alkoholunverträglicher Inhaltsstoffe wie Coprin. C. lagopus selbst war vereinzelt Gegenstand wissenschaftlicher Studien verschiedener Inhaltsstoffe, ohne dass sich daraus eine etablierte Heilanwendung entwickelt hätte.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Erntezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Pflanzenbild
© Lebrac · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Nicht mit Alkohol kombinieren; nur jung verzehren; rasche Autolyse nach Ernte beachten
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.