Luavera

Pflanzenprofil

Cucurbita pepo

Cucurbita pepoL.

Benigne Prostatahyperplasie, Reizblase, Harninkontinenz, Blasenschwäche, Urogenitalbeschwerden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Benigne Prostatahyperplasie, Reizblase, Harninkontinenz, Blasenschwäche, Urogenitalbeschwerden

ProstataBlaseHarnwege & BlaseInkontinenz

Inhaltsstoffe

Phytosterole (β-SitosterinΔ7-Sterole)Fettsäuren (LinolsäureÖlsäure)CucurbitinTocopheroleZinkSelenProteine

Zubereitungsformen

KapselTabletteStandardisierter ExtraktNativextraktPulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Samen (ganz, reif, getrocknet)

Erwachsene: 2x täglich 1 Kapsel mit 500 mg Weichextrakt (DER 15-25:1, Extraktionsmittel Ethanol 92% m/m); oder 3–4 Kapseln täglich à 1000 mg Fettöl; oder 1 Kapsel 3x täglich mit 105 mg Trockenextrakt (DER 15-30:1, Extraktionsmittel Ethanol 60% v/v); oder 5–15 g Droge täglich in 2 Dosen (morgens und abends). Erwachsene und Jugendliche: 2 Kapseln 3x täglich à 583 mg Fettöl (Tagesdosis 3498 mg). Jugendliche: 3–6 g Granulat täglich (entspr. ca. 2–4 g Droge). Filmtablette: Erwachsene und Jugendliche 1 Tablette 2x täglich (152 mg Trockenextrakt DER 15-30:1).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit Zierkürbissen (Cucurbita pepo var. ovifera und verwandte Kultivare) möglich, die erhöhte Gehalte an bitter schmeckenden Cucurbitacinen enthalten können. Bitter schmeckende Früchte oder Samen sollten nicht verwendet werden, da Cucurbitacine in größeren Mengen toxisch wirken.

Geschichte & Tradition

Cucurbita pepo stammt ursprünglich aus Mittelamerika und gelangte nach der Entdeckung Amerikas im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Samen wurden in der Volksmedizin Mittel- und Osteuropas traditionell bei Harnwegsbeschwerden und zur Behandlung von Darmparasiten eingesetzt. Im 19. Jahrhundert fanden Kürbissamen Eingang in die europäische Phytotherapie, insbesondere bei Blasenschwäche und beginnenden Prostatabeschwerden. Heute sind standardisierte Kürbissamenextrakte fester Bestandteil phytotherapeutischer Präparate zur unterstützenden Behandlung bei benigner Prostatahyperplasie und Reizblase.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Cucurbita pepo

© Various · CC BY-SA 1.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Cucurbitae semen, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Gut verträglich. Bei anhaltenden Harnwegsbeschwerden ärztliche Abklärung empfohlen. Keine bekannten schwerwiegenden Wechselwirkungen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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