Pflanzenprofil
Kurkuma
Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen, traditionelle Unterstützung der Gallenfunktion, traditionelle Unterstützung des Leberstoffwechsels, traditionelle Anwendung bei entzündlichen Beschwerden
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen, Gallenfunktion, Leberstoffwechsel
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (Wurzelstock)
Pulverisierte/zerkleinerte Droge (oral): 1,5–3 g täglich in 2–3 Einzelgaben; als Tee 0,5–1 g in 150 ml kochendem Wasser. Tinktur (1:10, Ethanol 70 %): 10–15 Tropfen (0,5–1 ml) 3× täglich. Trockenextrakt DER 13–25:1 (Ethanol 96 %): 30 mg 3–5× täglich oder 81 mg 2× täglich (ab 12 Jahren). Trockenextrakt DER 5,5–6,5:1 (Ethanol 50 %): 100–200 mg 2× täglich (ab 18 Jahren). Tinktur (1:5, Ethanol 70 %): 10 ml 1× täglich oder 5 ml in 60 ml Wasser 3× täglich (ab 18 Jahren); 12–18 Jahre: 5 ml 1× täglich.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind mit anderen Curcuma-Arten möglich, insbesondere mit Curcuma zedoaria (Zitwerwurzel) und Curcuma aromatica (Wilde Kurkuma), deren Rhizome äußerlich ähnlich aussehen, jedoch ein abweichendes Inhaltsstoffprofil aufweisen. Im getrockneten und gemahlenen Zustand ist eine Unterscheidung ohne chemische Analyse kaum möglich.
Geschichte & Tradition
Kurkuma wird seit mindestens 4000 Jahren in der indischen Ayurveda-Medizin als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. In der traditionellen chinesischen Medizin fand die Wurzel ebenfalls früh Eingang, insbesondere bei Leber- und Gallenbeschwerden sowie zur Wundbehandlung. Im arabischen Raum galt Kurkuma als wichtiges Mittel gegen Verdauungsstörungen und wurde über den Gewürzhandel nach Europa gebracht. Seit dem 20. Jahrhundert rückt Curcumin als pharmakologisch relevanter Wirkstoff in den Fokus moderner Forschung, vor allem hinsichtlich seiner antiphlogistischen Eigenschaften.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: Oktober, November, Dezember
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© SKsiddhartthan · CC BY-SA 4.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Curcumae longae rhizoma, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Bei Gallensteinleiden kontraindiziert. Nicht bei Gallenwegsverschluss anwenden. Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.