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Pflanzenprofil

Curcuma xanthorrhiza

Curcuma xanthorrhizaRoxb.;C. xanthorrhiza D. Dietrich

Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen, Gallenfunktion, Leberstoffwechsel


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen, Gallenfunktion, Leberstoffwechsel

VerdauungsbeschwerdenLeber & GalleAppetitlosigkeitBlahungen

Inhaltsstoffe

Curcuminoide (CurcuminDemethoxycurcuminBisdemethoxycurcumin)ätherisches Öl (Xanthorrhizolar-Turmerol)SesquiterpeneStärke

Zubereitungsformen

TinkturKapselTabletteStandardisierter ExtraktTee

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (getrocknetes, in Scheiben geschnittenes Rhizom)

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: (1) Ethanolischer Trockenextrakt (20-50:1): 3x täglich 1 Hartkapsel mit 23,3 mg Trockenextrakt; (2) Acetone-Trockenextrakt (9-12:1): 2x täglich 1 Weichkapsel mit 100 mg Trockenextrakt; (3) Infusion (1 g Droge in 100 ml kochendem Wasser): bis zu 3 Tassen täglich; (4) Laut Bundesanzeiger: 2 g getrocknetes Rhizom oder äquivalente Zubereitungen oral. Keine Einschränkung der Anwendungsdauer gemäß ESCOP.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind am häufigsten mit Curcuma longa (Kurkuma) möglich, da beide Arten ähnliche Rhizome und einen charakteristischen gelb-orangen Querschnitt aufweisen; C. xanthorrhiza besitzt jedoch größere Rhizome mit kräftig orangegelbem Fleisch und einem höheren Gehalt an Xanthorrhizol. Gelegentlich können auch andere Curcuma-Arten (z. B. C. zedoaria) zu Verwechslungen führen.

Geschichte & Tradition

Curcuma xanthorrhiza stammt aus dem tropischen Südostasien, insbesondere von der indonesischen Insel Java, und wird dort seit Jahrhunderten in der traditionellen Jamu-Medizin bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Im 17. und 18. Jahrhundert gelangte die Pflanze über den Gewürzhandel nach Europa. In der europäischen Phytotherapie werden ihr in der Literatur choleretische und hepatoprotektive Effekte zugeschrieben. Heute ist sie als pflanzliches Arzneimittel bei dyspeptischen Beschwerden anerkannt.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: Oktober, November, Dezember

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Curcuma xanthorrhiza

© Herusutimbul · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Curcumae xanthorrhizae rhizoma, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Gallensteinleiden oder Gallengangverschluss anwenden. In der Schwangerschaft kontraindiziert.

Gegenanzeigen: Das Assessment nennt keine expliziten Kontraindikationen. Hinweis: Obwohl Gallenwegsobstruktion initial als Kontraindikation erwogen wurde, empfiehlt das Assessment stattdessen lediglich einen Warnhinweis bei Gallenwegsverschluss.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungVorsicht
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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