Pflanzenprofil
Alpenveilchen
Das Alpenveilchen wurde in der Volksmedizin traditionell äußerlich und homöopathisch eingesetzt, unter anderem bei Nasennebenhöhlenbeschwerden und Schleimhautproblemen. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Knolle, enthalten Cyclaminsaponine und sind stark giftig, weshalb eine eigenständige Anwendung strikt abzulehnen ist. In der Homöopathie findet die Pflanze Verwendung bei Migräne, Menstruationsbeschwerden und Verdauungsstörungen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Homöopathisch: Migräne, Menstruationsbeschwerden, Nasenschleimhaut, Verdauungsstörungen (nur unter ärztlicher Aufsicht)
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im Freiland könnte das Alpenveilchen in vegetativem Zustand vereinzelt mit anderen Geophyten verwechselt werden; die charakteristischen, oft silbrig gemusterten Blätter sowie die abgeflachte Knollenform erlauben jedoch bei sorgfältiger Betrachtung eine sichere Bestimmung.
Geschichte & Tradition
Das Alpenveilchen war bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt; Dioskurides beschrieb seine stark abführenden und niesreizenden Eigenschaften. In der europäischen Volksmedizin wurde die Knolle äußerlich bei Hauterkrankungen sowie zur Förderung der Nasensekretion eingesetzt. Im 19. Jahrhundert fand die Pflanze Eingang in die Homöopathie, wo sie seither bei Migräne, Menstruationsbeschwerden und Verdauungsstörungen Verwendung findet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juli, August, September
Erntezeit: August, September, Oktober
Pflanzenbild
© Orchi · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
STARK GIFTIG – alle Pflanzenteile sind toxisch; Cyclaminsaponine reizen Haut und Schleimhäute; keine Selbstmedikation!
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.