Luavera

Pflanzenprofil

Alpenveilchen

Cyclamen purpurascens Mill.

Primulaceae

Das Alpenveilchen wurde in der Volksmedizin traditionell äußerlich und homöopathisch eingesetzt, unter anderem bei Nasennebenhöhlenbeschwerden und Schleimhautproblemen. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Knolle, enthalten Cyclaminsaponine und sind stark giftig, weshalb eine eigenständige Anwendung strikt abzulehnen ist. In der Homöopathie findet die Pflanze Verwendung bei Migräne, Menstruationsbeschwerden und Verdauungsstörungen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Homöopathisch: Migräne, Menstruationsbeschwerden, Nasenschleimhaut, Verdauungsstörungen (nur unter ärztlicher Aufsicht)

MigräneMenstruationNasennebenhöhlenSchleimhautVerdauungsbeschwerdenÜbelkeit & Erbrechen

Inhaltsstoffe

Cyclamin (Saponin)CyclamiretinBitterstoffe

Zubereitungsformen

TinkturSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Freiland könnte das Alpenveilchen in vegetativem Zustand vereinzelt mit anderen Geophyten verwechselt werden; die charakteristischen, oft silbrig gemusterten Blätter sowie die abgeflachte Knollenform erlauben jedoch bei sorgfältiger Betrachtung eine sichere Bestimmung.

Geschichte & Tradition

Das Alpenveilchen war bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt; Dioskurides beschrieb seine stark abführenden und niesreizenden Eigenschaften. In der europäischen Volksmedizin wurde die Knolle äußerlich bei Hauterkrankungen sowie zur Förderung der Nasensekretion eingesetzt. Im 19. Jahrhundert fand die Pflanze Eingang in die Homöopathie, wo sie seither bei Migräne, Menstruationsbeschwerden und Verdauungsstörungen Verwendung findet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: August, September, Oktober

Pflanzenbild

Alpenveilchen

© Orchi · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

STARK GIFTIG – alle Pflanzenteile sind toxisch; Cyclaminsaponine reizen Haut und Schleimhäute; keine Selbstmedikation!

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht