Luavera

Pflanzenprofil

Schmalblättriger Sonnenhut

Echinacea angustifolia DC.

Asteraceae

Erkältung, Grippe, Immunstärkung, Husten, Infektvorbeugung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Erkältung, Grippe, Husten, Infektvorbeugung

Erkältung & GrippeHusten & BronchitisImmunsystemGrippe

Inhaltsstoffe

Alkylamide (Isobutylamide)PolysaccharideGlykoproteineKaffeesäurederivate (EchinacosideCichorinsäure)ätherische ÖleFlavonoide

Zubereitungsformen

TinkturTabletteKapselStandardisierter ExtraktAbkochung

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Unterirdische Pflanzenteile (Wurzel und Rhizom), getrocknet, ganz oder geschnitten

Erwachsene: Herbal Tea: 1 g Droge als Aufguss oder Abkochung, 3x täglich. Kapseln (Pulver): 500 mg, 2–3x täglich. Tinktur (1:5, 45% Ethanol): 1–5 ml, 2–3x täglich. Flüssigextrakt (1:1, 45% Ethanol): 0,25–1 ml, 3x täglich. Maximale Anwendungsdauer: 8 Wochen. Kinder unter 12 Jahren: nur nach ärztlichem Rat.

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischChemotherapeutikaSynergismus über Apoptoseinduktion und Modulation von PI3K/Akt/mTOR- und MAPK/ERK-SignalwegenNur präklinische Daten; klinische Relevanz ungeklärt; Kombination ausschließlich im Studienkontext
TheoretischZytostatika (Chemotherapeutika)Echinacosid wirkt synergistisch mit klassischen Chemotherapeutika über multi-targeted Mechanismen (Apoptoseinduktion, Signalweg-Modulation)Rein präklinische Datenlage; klinische Relevanz unklar. Keine Empfehlung ohne weitere klinische Studien.

Verwechslungsgefahr

Häufig besteht Verwechslungsgefahr mit Echinacea pallida (Blasser Sonnenhut) und Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut), da alle drei Arten äußerlich ähnlich aussehen und medizinisch genutzt werden. Die Arten unterscheiden sich jedoch in ihrem Wirkstoffprofil: E. angustifolia und E. pallida sind besonders reich an Echinacosid, während E. purpurea höhere Gehalte an Cichorinsäure und Polysacchariden aufweist.

Geschichte & Tradition

Echinacea angustifolia gehörte zu den meistgenutzten Heilpflanzen der nordamerikanischen Prärieindianer, die sie bei Wunden, Infektionen, Zahnschmerzen und Schlangenbissen einsetzten. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte die Pflanze durch den deutsch-amerikanischen Laienheilkundler H.C.F. Meyer nach Europa, wo sie rasch Eingang in die Phytotherapie fand. Seit dem frühen 20. Jahrhundert zählt sie in Deutschland zu den meistverkauften pflanzlichen Immunpräparaten.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Schmalblättriger Sonnenhut

© Chris Light · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Echinaceae angustifoliae radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Autoimmunerkrankungen, Allergien gegen Korbblütler oder länger als 8 Wochen anwenden. Nicht in der Schwangerschaft.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Pflanzen der Familie Asteraceae (Compositae); progrediente systemische Erkrankungen (Tuberkulose, Sarkoidose); Autoimmunerkrankungen (Kollagenosen, Multiple Sklerose); HIV-Infektion, AIDS; hämatologische Erkrankungen (Agranulozytose, Leukämie); schwere Lebererkrankungen; Epilepsie; Schwangerschaft und Stillzeit.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungMeiden
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungMeiden
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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