Pflanzenprofil
Prärie-Igelkopf
Erkältung, Husten, Grippaler Infekt, Immunstärkung, Atemwegsinfekte
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Erkältung, Husten, Grippaler Infekt, Atemwegsinfekte
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Unterirdische Pflanzenteile (Wurzel), ganz oder geschnitten, getrocknet
Erwachsene und Jugendliche (>12 Jahre): Trockenextrakt (DER 4–8:1, Ethanol 50% V/V) als Tablette oder Pastille: 24–30 mg 3–4× täglich (Tagesdosis 90–96 mg), max. 2 Wochen. Alternativ (Dragee): 100 mg Trockenextrakt 2× täglich, max. 8 Wochen. Tinktur (1:5, Ethanol 50% V/V) als Flüssiglösung: 5× täglich 25 Tropfen (100% Flüssigextrakt), max. 2 Wochen. Historische Quellen (Kommission E, WHO, ESCOP) nennen einheitlich eine Tagesdosis entsprechend 900 mg Rohdrogen, Anwendungsdauer bis zu 8 Wochen.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Echinacea pallida wird häufig mit den verwandten Arten Echinacea purpurea und Echinacea angustifolia verwechselt, die zwar ähnliche Anwendungsgebiete, aber eine teilweise abweichende Inhaltsstoffzusammensetzung aufweisen – E. pallida ist durch Echinacosid und Polyacetylene charakterisiert, während E. purpurea und E. angustifolia stärker Alkylamide enthalten. Optisch besteht zudem eine gewisse Ähnlichkeit mit Rudbeckia-Arten (Sonnenhüten), die jedoch keine vergleichbaren Heilwirkungen besitzen.
Geschichte & Tradition
Echinacea pallida war bei den Präriestämmen Nordamerikas, insbesondere den Sioux und Comanche, als wichtige Heilpflanze bekannt und wurde traditionell bei Wunden, Infektionen und Schlangenbissen eingesetzt. Im späten 19. Jahrhundert gelangte sie durch Siedler und Homöopathen nach Europa, wo sie rasch Verbreitung fand. Die Wurzel von E. pallida ist in der deutschen Kommission-E-Monographie als unterstützendes Mittel bei grippalen Infekten anerkannt. Im Vergleich zu E. purpurea wird die Wurzel bevorzugt verwendet, während das Kraut kaum therapeutische Relevanz besitzt.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Eric Hunt · CC BY-SA 4.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Echinaceae pallidae radix, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht bei Autoimmunerkrankungen, MS oder HIV. Allergiepotenzial bei Korbblütler-Allergie. Nicht länger als 8 Wochen dauerhaft einnehmen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Meiden |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.