Pflanzenprofil
Purpur-Sonnenhut
Erkältungen, Husten, Immunstärkung, Hauterkrankungen, Wundheilung
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Erkältungen, Husten, Hauterkrankungen, Wundheilung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
| Schweregrad | Medikament / Wirkstoffklasse | Mechanismus | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Theoretisch | P-Glykoprotein-Substrate / P-gp-Inhibitoren | Chicorinsäure ist P-gp-Substrat (Caco-2-Modell in vitro); P-gp-Inhibitoren könnten CA-Absorption erhöhen; Kompetition mit anderen P-gp-Substraten möglich | Nur In-vitro-Befund; klinische Relevanz nicht belegt; Vorsicht bei P-gp-sensitiven Arzneimitteln |
| Theoretisch | OATP2B1-Substrate | Chicorinsäure wird über intestinalen OATP2B1-Transporter aufgenommen (Caco-2 in vitro); Kompetition mit OATP2B1-Substraten möglich | Rein theoretisch auf Basis von In-vitro-Daten; keine klinischen Studien vorhanden |
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind vor allem mit den nah verwandten Arten Echinacea angustifolia und Echinacea pallida möglich, die ein ähnliches, aber nicht identisches Inhaltsstoffprofil aufweisen. Im gärtnerischen und wildwachsenden Bereich kann Echinacea purpurea zudem mit Rudbeckia-Arten (z. B. Rudbeckia hirta) verwechselt werden, die keine vergleichbare medizinische Wirksamkeit besitzen.
Geschichte & Tradition
Echinacea purpurea stammt aus den Prärien Nordamerikas und wurde von indigenen Völkern, darunter den Lakotas und Cheyenne, als Wundmittel und bei Infektionen verwendet. Im 19. Jahrhundert gelangte die Pflanze durch Wanderhändler nach Europa; der deutsche Naturarzt Gerhard Madaus leistete ab den 1930er Jahren grundlegende pharmakologische Forschungsarbeit. Seitdem ist Echinacea purpurea eine der meistverkauften Heilpflanzen in Europa und Nordamerika, insbesondere in der Erkältungstherapie.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juli, August, September
Erntezeit: August, September, Oktober
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© Eric Hunt · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nicht bei Autoimmunerkrankungen, Allergie gegen Korbblütler möglich. Nicht länger als 8 Wochen dauerhaft anwenden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Meiden |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.