Pflanzenprofil
Purpur-Sonnenhut
Erkältung, grippale Infekte, Immunstärkung, kleinere Wunden, Hauterkrankungen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Erkältung, grippale Infekte, kleinere Wunden, Hauterkrankungen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (getrocknete Untergrundteile von Echinacea purpurea, ganz oder geschnitten)
Erwachsene, ältere Personen und Jugendliche ab 12 Jahren: je nach Produkt 1–2 Tabletten/Kapseln 2–3× täglich oder 1 Kautablette alle 2 Stunden (max. 9 Stück/Tag). Darreichungsformen: Trockenextrakt als Filmtablette, Hartkapsel oder Kautablette (Extraktstärken DER 4:1 bis 9.3:1, Extraktionsmittel Ethanol 30–75% V/V oder Wasser). Anwendungsdauer: max. 10 Tage bei Erkältung/grippalen Infekten; max. 2 Wochen bei kleinen Hauterkrankungen. Einnahme bei ersten Symptomzeichen beginnen.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Echinacea purpurea kann mit den nah verwandten Arten Echinacea angustifolia und Echinacea pallida verwechselt werden, die sich in Blattform, Zungenblütenstellung und Inhaltsstoffprofil unterscheiden. Eine oberflächliche optische Ähnlichkeit besteht zudem mit verschiedenen Rudbeckia-Arten, die jedoch keine medizinisch gleichwertigen Inhaltsstoffe enthalten.
Geschichte & Tradition
Echinacea purpurea wurde von nordamerikanischen Ureinwohnern, insbesondere den Stammesnationen der Great Plains, traditionell zur Wundbehandlung sowie bei Infektionen und Schlangenbissen verwendet. Im späten 19. Jahrhundert gelangte die Pflanze durch Auswanderer in die westliche Phytotherapie und wurde vom amerikanischen Laienarzt H.C.F. Meyer populär gemacht. In der deutschsprachigen Phytotherapie etablierte sie sich ab dem frühen 20. Jahrhundert vor allem durch die Arbeiten von Gerhard Madaus. Heute zählt Echinacea purpurea zu den meistverkauften und wissenschaftlich am intensivsten erforschten Heilpflanzen weltweit.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
Erntezeit: Juli, August, September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Eric Hunt · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nicht bei Autoimmunerkrankungen, Dauereinnahme >8 Wochen vermeiden. Allergiepotenzial bei Korbblütler-Sensibilisierung.
Gegenanzeigen: Kinder unter 1 Jahr: in mehreren Zulassungen (Lettland, Litauen) explizit kontraindiziert. Kinder von 1–12 Jahren: in einigen nationalen Zulassungen nicht empfohlen. Weitere Gegenanzeigen (Abschnitt 5.5.2 des Berichts) sind im bereitgestellten Auszug nicht enthalten.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.