Luavera

Pflanzenprofil

Purpur-Sonnenhut

Echinacea purpurea (L.) Moench

Asteraceae

Erkältung, grippale Infekte, Immunstärkung, kleinere Wunden, Hauterkrankungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Erkältung, grippale Infekte, kleinere Wunden, Hauterkrankungen

Erkältung & GrippeHusten & BronchitisImmunsystemWunden & VerletzungenHautprobleme

Inhaltsstoffe

AlkylamidePolysaccharideKaffeesäurederivate (insbesondere Cichoriensäure)GlykoproteineFlavonoideätherische Öle

Zubereitungsformen

TinkturNativextraktStandardisierter ExtraktKapselTablette

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (getrocknete Untergrundteile von Echinacea purpurea, ganz oder geschnitten)

Erwachsene, ältere Personen und Jugendliche ab 12 Jahren: je nach Produkt 1–2 Tabletten/Kapseln 2–3× täglich oder 1 Kautablette alle 2 Stunden (max. 9 Stück/Tag). Darreichungsformen: Trockenextrakt als Filmtablette, Hartkapsel oder Kautablette (Extraktstärken DER 4:1 bis 9.3:1, Extraktionsmittel Ethanol 30–75% V/V oder Wasser). Anwendungsdauer: max. 10 Tage bei Erkältung/grippalen Infekten; max. 2 Wochen bei kleinen Hauterkrankungen. Einnahme bei ersten Symptomzeichen beginnen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Echinacea purpurea kann mit den nah verwandten Arten Echinacea angustifolia und Echinacea pallida verwechselt werden, die sich in Blattform, Zungenblütenstellung und Inhaltsstoffprofil unterscheiden. Eine oberflächliche optische Ähnlichkeit besteht zudem mit verschiedenen Rudbeckia-Arten, die jedoch keine medizinisch gleichwertigen Inhaltsstoffe enthalten.

Geschichte & Tradition

Echinacea purpurea wurde von nordamerikanischen Ureinwohnern, insbesondere den Stammesnationen der Great Plains, traditionell zur Wundbehandlung sowie bei Infektionen und Schlangenbissen verwendet. Im späten 19. Jahrhundert gelangte die Pflanze durch Auswanderer in die westliche Phytotherapie und wurde vom amerikanischen Laienarzt H.C.F. Meyer populär gemacht. In der deutschsprachigen Phytotherapie etablierte sie sich ab dem frühen 20. Jahrhundert vor allem durch die Arbeiten von Gerhard Madaus. Heute zählt Echinacea purpurea zu den meistverkauften und wissenschaftlich am intensivsten erforschten Heilpflanzen weltweit.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober

Erntezeit: Juli, August, September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Purpur-Sonnenhut

© Eric Hunt · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Echinaceae purpureae herba, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Echinaceae purpureae radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Autoimmunerkrankungen, Dauereinnahme >8 Wochen vermeiden. Allergiepotenzial bei Korbblütler-Sensibilisierung.

Gegenanzeigen: Kinder unter 1 Jahr: in mehreren Zulassungen (Lettland, Litauen) explizit kontraindiziert. Kinder von 1–12 Jahren: in einigen nationalen Zulassungen nicht empfohlen. Weitere Gegenanzeigen (Abschnitt 5.5.2 des Berichts) sind im bereitgestellten Auszug nicht enthalten.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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