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Pflanzenprofil

Gemeine Quecke

Elymus repens (L.) Gould

Poaceae

Die Gemeine Quecke ist eine weitverbreitete Wildgrasart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), deren Rhizome traditionell als Heilmittel eingesetzt werden. In der Literatur werden den Wurzelstöcken harntreibende sowie entzündungshemmende Effekte beschrieben. Sie werden traditionell bei Harnwegsbeschwerden sowie zur Unterstützung der Nierenfunktion verwendet. In der Volksmedizin wird die Pflanze auch bei Rheuma und Gicht verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, harntreibend, Nierensteine, Gicht, Rheuma, Stoffwechselförderung

BlaseNiereRheumaGichtEntgiftungStoffwechselEntzündungHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Polysaccharide (v. a. Triticin)Schleimstoffeätherisches Öl (Agropyrene)SaponineKieselsäureMannitInositol

Zubereitungsformen

TeeAbkochungTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im vegetativen Zustand kann die Gemeine Quecke mit anderen kriechenden Gräsern wie dem Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) oder der Kammquecke (Elytrigia ×mucronata) verwechselt werden. Die charakteristischen, weit verzweigten, hellgelb-weißlichen Rhizome ermöglichen im Zweifelsfall eine eindeutige Unterscheidung.

Geschichte & Tradition

Die Rhizome der Gemeinen Quecke wurden bereits von Dioskurides im 1. Jahrhundert n. Chr. als Heilmittel beschrieben. Im europäischen Mittelalter war die Pflanze ein gebräuchliches Volksheilmittel gegen Blasen- und Nierenleiden. Die deutschen Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter jene von Matthiolus und Tabernaemontanus, empfahlen Wurzelstockabkochungen bei Wassersucht und Steinbeschwerden. In der Naturheilkunde des 19. und frühen 20. Jahrhunderts behielt die Quecke ihre Bedeutung als mildes Diuretikum.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: März, April, Mai, Oktober, November

Pflanzenbild

Gemeine Quecke

© Rasbak · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Bei Nierenerkrankungen mit eingeschränkter Funktion kontraindiziert. Ausreichend Flüssigkeit bei Anwendung trinken. Nicht bei Wasserpflicht meiden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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