Pflanzenprofil
Stendelwurz
Die Stendelwurz (Epipactis) ist eine Gattung heimischer Orchideen mit nur geringer dokumentierter Heilwirkung. In der Volksmedizin wurden Wurzeln und Kraut vereinzelt bei Wunden und Nervenleiden eingesetzt. Aufgrund des Schutzes wildlebender Orchideen ist eine medizinische Nutzung heute weitgehend obsolet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Traditionell: Wundversorgung, Nervenstärkung; volksmedizinisch kaum gebräuchlich
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Innerhalb der Gattung können Arten wie die Breitblättrige Stendelwurz (E. helleborine) und die Violettbraune Stendelwurz (E. purpurata) leicht verwechselt werden. Darüber hinaus besteht Ähnlichkeit mit Arten der Gattung Cephalanthera (Waldvögelein), die ebenfalls zu den heimischen Orchideen gehören.
Geschichte & Tradition
Die Stendelwurz (Epipactis) findet sich in der europäischen Volksmedizin nur am Rande: Wurzeln und Kraut wurden gelegentlich bei Wunden und nervösen Beschwerden eingesetzt, ohne dass eine systematische Überlieferung entstand. In der Klostermedizin des Mittelalters spielte die Gattung eine marginale Rolle. Mit der Unterschutzstellung wildwachsender Orchideen in Mitteleuropa ist jede Nutzung heute praktisch bedeutungslos.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: Juni, Juli, August
Sicherheitshinweise
Alle europäischen Orchideen sind gesetzlich geschützt (BNatSchG); Sammeln verboten. Keine gesicherten Dosierungsangaben bekannt.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.