Pflanzenprofil
Wolfsmilch
Die Wolfsmilch (Euphorbia) ist eine artenreiche Gattung der Familie Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) mit über 2000 Arten, die weltweit verbreitet sind. Volksmedizinisch wurde der charakteristische weiße Milchsaft äußerlich zur Behandlung von Warzen und Hühneraugen eingesetzt. Aufgrund der stark reizenden und toxischen Eigenschaften des Latex ist eine eigenständige Anwendung ohne fachkundige Beratung nicht empfohlen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Äußerliche Warzenbehandlung (Volksmedizin), traditionelle Hautanwendungen bei Hühneraugen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Heimische Wolfsmilcharten wie die Zypressen-Wolfsmilch (E. cyparissias) können im vegetativen Zustand mit ähnlich aufgebauten Wiesenkräutern verwechselt werden; der bei Verletzung austretende charakteristische weiße Milchsaft erlaubt jedoch eine sichere Unterscheidung. Die als Zierpflanze verbreitete Poinsettia (E. pulcherrima) wird gelegentlich mit harmlosen Zimmerpflanzen gleichgesetzt, obwohl ihr Latex ebenso stark reizend wirkt.
Geschichte & Tradition
Die Gattung ist nach Euphorbos benannt, dem Leibarzt des numidischen Königs Juba II. (1. Jahrhundert v. Chr.), der den Milchsaft dieser Pflanzen therapeutisch einsetzte und damit einer der frühesten dokumentierten Verwender war. In der europäischen Volksmedizin wurde der frische Latex heimischer Wolfsmilcharten seit der Antike lokal gegen Warzen, Hühneraugen und Hautflechten verwendet. Die stark abführende Wirkung einiger Arten wie der Springkräuter-Wolfsmilch (Euphorbia lathyris) war zwar volksmedizinisch bekannt, gilt aber wegen der hohen Toxizität heute als obsolet.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August
Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August
Sicherheitshinweise
Latex stark reizend und giftig; Haut- und Augenkontakt vermeiden; nicht innerlich anwenden; für Kinder unzugänglich aufbewahren
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.