Luavera

Pflanzenprofil

Gewöhnlicher Erdrauch

Fumaria officinalisL.

Verdauungsbeschwerden, Gallenwegsdyskinesie, Krämpfe im Magen-Darm-Bereich, Appetitlosigkeit


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Gallenwegsdyskinesie, Krämpfe im Magen-Darm-Bereich, Appetitlosigkeit

VerdauungsbeschwerdenGalleMagenproblemeKrampfeAppetitlosigkeit

Inhaltsstoffe

Isochinolin-Alkaloide (ProtopineFumarinSanguinarin)FumarsäureFlavonoideHydroxyzimtsäurenKaffeesäurederivate

Zubereitungsformen

TeeTinkturStandardisierter ExtraktKapsel

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Oberirdische Pflanzenteile (Kraut), getrocknet oder frisch, geerntet zur Blütezeit (Fumariae herba)

Erwachsene und Ältere: a) Zerkleinertes Kraut als Tee: 1,6–2 g pro Aufguss (150–250 ml kochendes Wasser), 3–4x täglich (Tagesdosis 4,8–6,4 g); b) Pulverisiertes Kraut: 220 mg/Einzeldosis, max. 1100 mg/Tag; c) Trockenextrakt (DER 3,5–5:1, Wasser): 250 mg/Einzeldosis, max. 1000 mg/Tag; d) Flüssigextrakt (1:1, Ethanol 25%): 2–4 ml/Tag (30–50 Tropfen, vor den Mahlzeiten aufgeteilt); e) Tinktur (1:5, Ethanol 45%): 1–4 ml/Tag; f) Presssaft der Frischpflanze: 3,5–4 g/Tag. Anwendungsdauer max. 2 Wochen; bei anhaltenden oder wiederkehrenden Symptomen Arzt aufsuchen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Der Gewöhnliche Erdrauch kann mit anderen Fumaria-Arten wie Fumaria capreolata (Rankender Erdrauch) oder Fumaria muralis (Mauer-Erdrauch) verwechselt werden, die phytochemisch ähnlich zusammengesetzt sind und in Handelsdrogen gelegentlich als Beimischungen auftreten.

Geschichte & Tradition

Fumaria officinalis ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt und wurde bereits von Dioskurides beschrieben. Im Mittelalter fand die Pflanze Eingang in zahlreiche Kräuterbücher und wurde traditionell bei Leber-, Gallen- und Hautbeschwerden eingesetzt. Im 19. Jahrhundert war der Erdrauch in mehreren europäischen Pharmakopöen gelistet. Heute wird er in der Phytotherapie vor allem bei funktionellen Verdauungsstörungen und Gallenwegsdyskinesien verwendet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Gewöhnlicher Erdrauch

© Didier Descouens · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Fumariae herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft. Bei Langzeitanwendung Rücksprache mit Arzt. Hochdosen können Übelkeit verursachen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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