Pflanzenprofil
Sojabohne
Die Sojabohne wird vor allem wegen ihrer Isoflavone (Phytoöstrogene) genutzt. In der Literatur werden Isoflavone hinsichtlich ihrer Effekte in der Menopause untersucht. In Studien werden Sojaprodukte auch hinsichtlich ihres Einflusses auf das Lipidprofil beschrieben. Sojalecithin wird traditionell im Zusammenhang mit Leberfunktion und Fettstoffwechsel verwendet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Wechseljahrsbeschwerden, Herzgesundheit, Leberstoffwechsel, Knochendichte
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Samen (raffiniertes Fettöl, gewonnen durch Extraktion und anschließende Raffination)
Zubereitung: Raffiniertes Sojaöl als flüssiges Badezusatz-Präparat (71,05–89,65 g/100 g). Vollbad (ca. 100–150 l): 15–45 ml; Teilbad (ca. 25–50 l): 5–15 ml; Teilbad (ca. 5 l): 1–2,5 ml; Kinderbad (ca. 25 l): 2,5–10 ml; Duschbad (direkte Hautanwendung): 20 ml. Bei sehr trockener Haut 2–3-fache Menge möglich. Anwendung 2–3× pro Woche; Badedauer: Erwachsene/Jugendliche max. 20 Minuten, Kinder/Säuglinge nur wenige Minuten. Wassertemperatur max. 36 °C, bei Pruritus 32 °C.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Als weitverbreitete Kulturpflanze ist die Sojabohne im Anbau kaum zu verwechseln. Getrocknete Samen können bei oberflächlicher Betrachtung mit anderen kleinen Hülsenfrüchten wie der Mungbohne (Vigna radiata) oder der Adzukibohne (Vigna angularis) verwechselt werden, was für den medizinischen Einsatz standardisierter Extrakte jedoch ohne praktische Relevanz ist.
Geschichte & Tradition
Die Sojabohne wird in Ostasien seit mindestens 3000 Jahren kultiviert und zählt in der chinesischen Überlieferung zu den fünf heiligen Kulturpflanzen. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde sie traditionell bei Verdauungsbeschwerden sowie als Nahrungsmittel verwendet. Nach Europa gelangte die Pflanze im frühen 18. Jahrhundert, beschrieben unter anderem durch den Botaniker Engelbert Kaempfer. Die intensive wissenschaftliche Erforschung der Isoflavone als Phytoöstrogene setzte in den 1990er Jahren ein, wobei epidemiologische Studien in sojareichen Ernährungskulturen Ostasiens ein geringeres Auftreten klimakterischer Beschwerden beobachteten.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
Public domain
Sicherheitshinweise
Sojaallergien möglich; bei östrogenabhängigen Tumoren ärztliche Rücksprache; Wechselwirkungen mit Schilddrüsenmedikamenten beachten.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Soja, Erdnuss, andere Hülsenfrüchte (Fabaceae) oder Birkenpollen (IgE-Kreuzreaktionen). Vollbäder sind kontraindiziert bei offenen Wunden, großflächigen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Kreislaufstörungen und Herzinsuffizienz.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Meiden |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
