Luavera

Pflanzenprofil

Sojabohne

Glycine max (L.) Merr.

Fabaceae

Die Sojabohne wird vor allem wegen ihrer Isoflavone (Phytoöstrogene) genutzt. In der Literatur werden Isoflavone hinsichtlich ihrer Effekte in der Menopause untersucht. In Studien werden Sojaprodukte auch hinsichtlich ihres Einflusses auf das Lipidprofil beschrieben. Sojalecithin wird traditionell im Zusammenhang mit Leberfunktion und Fettstoffwechsel verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Wechseljahrsbeschwerden, Herzgesundheit, Leberstoffwechsel, Knochendichte

WechseljahreCholesterinHerzgesundheitLeberstoffwechselKnochendichteHormonstoffwechsel

Inhaltsstoffe

Isoflavone (GenisteinDaidzeinGlycitein)Lecithin (Phospholipide)PhytosteroleSaponinePhytinsäuremehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäureα-Linolensäure)

Zubereitungsformen

KapselTabletteStandardisierter ExtraktPulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Samen (raffiniertes Fettöl, gewonnen durch Extraktion und anschließende Raffination)

Zubereitung: Raffiniertes Sojaöl als flüssiges Badezusatz-Präparat (71,05–89,65 g/100 g). Vollbad (ca. 100–150 l): 15–45 ml; Teilbad (ca. 25–50 l): 5–15 ml; Teilbad (ca. 5 l): 1–2,5 ml; Kinderbad (ca. 25 l): 2,5–10 ml; Duschbad (direkte Hautanwendung): 20 ml. Bei sehr trockener Haut 2–3-fache Menge möglich. Anwendung 2–3× pro Woche; Badedauer: Erwachsene/Jugendliche max. 20 Minuten, Kinder/Säuglinge nur wenige Minuten. Wassertemperatur max. 36 °C, bei Pruritus 32 °C.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Als weitverbreitete Kulturpflanze ist die Sojabohne im Anbau kaum zu verwechseln. Getrocknete Samen können bei oberflächlicher Betrachtung mit anderen kleinen Hülsenfrüchten wie der Mungbohne (Vigna radiata) oder der Adzukibohne (Vigna angularis) verwechselt werden, was für den medizinischen Einsatz standardisierter Extrakte jedoch ohne praktische Relevanz ist.

Geschichte & Tradition

Die Sojabohne wird in Ostasien seit mindestens 3000 Jahren kultiviert und zählt in der chinesischen Überlieferung zu den fünf heiligen Kulturpflanzen. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde sie traditionell bei Verdauungsbeschwerden sowie als Nahrungsmittel verwendet. Nach Europa gelangte die Pflanze im frühen 18. Jahrhundert, beschrieben unter anderem durch den Botaniker Engelbert Kaempfer. Die intensive wissenschaftliche Erforschung der Isoflavone als Phytoöstrogene setzte in den 1990er Jahren ein, wobei epidemiologische Studien in sojareichen Ernährungskulturen Ostasiens ein geringeres Auftreten klimakterischer Beschwerden beobachteten.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Sojabohne

Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Lecithinum ex soya, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Glycini semen, European Medicines Agency [Link]
  3. EMA HMPC Assessment: Soiae oleum raffinatum, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Sojaallergien möglich; bei östrogenabhängigen Tumoren ärztliche Rücksprache; Wechselwirkungen mit Schilddrüsenmedikamenten beachten.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Soja, Erdnuss, andere Hülsenfrüchte (Fabaceae) oder Birkenpollen (IgE-Kreuzreaktionen). Vollbäder sind kontraindiziert bei offenen Wunden, großflächigen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Kreislaufstörungen und Herzinsuffizienz.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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